Die Akademie (Tina 3)

by Alphatier, © 2015*

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2003. Tinas Geschichte ist nicht zu Ende. Denn die hübsche Blondine fällt nicht nur ihrer Lehrerin auf, sondern auch einigen ihrer Mitschülerinnen, die das Potential der jungen Frau erkennen. - Hinweis: Die Geschichte ist nicht fertiggestellt. Ich poste sie, weil sie nach der Geschichte Schülerinnen (Tina 2) kommt und es schade wäre, sie trotz noch späterer Bezüge, z.B. in Studentinnen - Sitzung mit Konsequenzen sonst unveröffentlicht zu lassen.

1. Beobachtet

Die junge Frau mit den in der Sonne leuchtenden blonden Haaren wirkte, trotz der bunten Farben und warmen Temperaturen, einsam und in sich gekehrt. Sie registrierte nicht den warmen Frühlingswind, der durch die feinen seidigen Strähnen ihres gescheitelten Bobs wehte. Wie gedankenverloren stand sie nur wenige Meter und irgendwie doch Welten entfernt von ihren Klassenkameradinnen, die sich über den gerade im Kino anlaufenden Film "Good Bye Lenin" mit Daniel Brühl unterhielten und lachten.

Sie selbst lachte selten, auch wenn sie das wahrscheinlich anders gesehen hätte. Aber jetzt nach einer glatten Fünf in Physik, sah ihr klassisch-schönes Gesicht mit den sanften Schwüngen und dem sinnlichen Mund, mit der immer ein wenig trotzig vorgeschobenen Unterlippe, noch verlorener und verletzlicher aus als sonst. Die junge Frau erinnerte sich an den Moment, als Frau Grewe, die Physiklehrerin, ihr mit einem komisch-mitleidigem Blick die Klausur ausgeteilt hatte. 'Hier Tinchen, da werden wir noch etwas dran arbeiten müssen', hatte sie gesagt.

Ausgerechnet Tinchen!

Hatte sie gesagt!

Bloß weil sie die Lehrerin war, gab es ihr noch lange nicht das Recht, sie 'Tinchen' zu nennen, dachte die 23jährige und verzog unwillkürlich den Mund zu einem verärgerten Flunsch.

Tina, Frau Neuhamm, ... selbst Tine wäre noch ok gewesen, aber warum musste es ausgerechnet dieses bescheuerte 'Tinchen' sein. Nervös kaute sie auf dem Lippenpiercing, einem einfachen Ring in ihrem rechten Mundwinkel. Selbst jetzt ärgerte sie diese Respektlosigkeit noch und es ärgerte sie fast noch mehr als die Note. Sie war schließlich kein Teenager mehr.

Natürlich hatte sie nichts gesagt, sondern war stattdessen knallrot geworden. Wie üblich, dachte sie unglücklich. In solchen Situationen versagte ihr stets die Sprache und sie wurde rot wie eine Erdbeere, was auf ihrer blassen Haut stets einen besonders auffälligen Kontrast ergab.

Sie hoffte in solchen Momenten immer nur verzweifelt, dass sie niemand beobachtete.

Und so hing Tina ihren trüben Gedanken nach, ohne zu merken, dass sie tatsächlich jemand beobachtete.




Von einer dunklen hochgewachsene Gestalt, die hinter einer der vielen in der Sonne reflektierenden Scheiben, in der obersten Etage des neogotischen Backsteingebäudes nur schemenhaft zu erkennen war. Unhörbar für die Gruppe auf dem Hof, rief sie schnell einige Worte.

"Denise! Komm' mal, komm' mal ...", hörte man eine selbstbewusste Stimme mit einem Anflug von Begeisterung durch den leeren Raum hallen, dessen herumstehende Staffeleien, Bilder und Gipsplastiken ihn als Kunstraum auswiesen. Die Stimme gehörte zu einer Endzwanzigerin mit einem Kahlfassonschnitt und oben anthrazit und rot gefärbten Haaren, die in einem etwa schulterlangen Pferdeschwanz endeten.

"Watt gibt's denn?", antwortete eine forsche und leicht rauchig-heiser, aber nicht unangenehm klingende Stimme im typischen Berliner Dialekt. Eine vielleicht ein, zwei Jahre jüngere Frau kam aus der anderen Ecke des Raums herbei und ging nach einem kurzen desinteressierten Seitenblick auf die in billigen verglasten Pressholzvitrinen ausgestellten Exponate der Schüler zu der anderen.

"... watt Schicket dabei für uns?", fragte sie.

"Jjah!", kam es enthusiastisch zurück, "Die hübsche Maus dort. Das ist sie. Die am Geländer lehnt und sich grad' die Zigarette dreht. Siehste?"

Denise beugte sich etwas vor, um besser sehen zu können. Auf dem Hof verteilt saßen mehrere kleine Schülergrüppchen unter den großen Kastanienbäumen und genossen die Freistunde oder machten irgendwelche Schulaufgaben. Schließlich sah sie am Treppenabsatz des Gebäudes eine Person, auf welche die Beschreibung passte.

Eine gutaussehende Blondine mit schwarzen Kordhosen und abgewetzter Lederjacke, unter der ein rotes Harringtonjacket hervorlugte. Sie schien kräftig gebaut und für einen Moment fand Denise sie zu mollig, doch die Proportionen waren absolut perfekt, auch wenn die junge Frau offenbar viel Mühe darauf verwendete, dass durch eine dezente Modeauswahl unkenntlich zu machen.

Denn nichts konnte die wohlgestaltete Form der kräftigen Oberschenkel, die in einem schön geschwungenen und weit ausladendem Becken mündeten oder die schweren vollen Brüste verbergen.

Denise nickte anerkennend und bemerkte, dass die junge Frau auf einen kurzen Zuruf einer ihrer Freundinnen hin, auf den Boden blickte und sich hinkniete.

Offenbar war einer ihrer Schnürsenkel offen, denn sie machte Bewegungen, als ob sie sich einen ihrer Converse zubinden würde. Man sah deutlich, dass die Jacke etwas hoch rutschte und gleichzeitig ihr Po unter der schwarzen Kordhose gegen das Gitter des silbernen Treppengeländers drückte.

Denise und die andere sahen sich an und grinsten.

"Hat schon instinktiv die richtige Stellung eingenommen.", kommentierte Denise salopp und schnalzte anerkennend mit der Zunge, "... schön mit dem Rost in der Kimme ..."

"Denn-nie-hiess!", unterbrach sie die andere lachend und mit gespieltem Tadel, "... nich' so unromantisch, bitte. Das is' ne Süße."

Aber Denise lachte nur.

"Biie-an-ka!", echote sie mit breitem Grinsen,"... die ist doch viel zu schüchtern für dich. Deine blonde Maus is' garantiert noch Analjungfrau."

"Ja, na eben.", witzelte die mit Bianka angesprochene versonnen zurück, "da macht's grade Spaß, sie mal an ihre Grenzen zu führen."

"Na dazu kannst'e 'se auch gerne mal zu uns vorbeischicken. Andre wird das sicher gerne übernehmen."

"Nix da!", lachte Bianka frech und rollte vielsagend mit den Augen, "das Vergnügen wollen wir erst mal alleine haben und ich will auch nicht, dass meine Zukünftige völlig ruiniert wird. Außerdem habt ihr doch grad' genug mit eurem Gymi-Mädchen zu tun."

Denise stutzte einen Moment.

"Meinste Joana?"

"Hmh.", nickte Bianka, "nachdem was man so hört, nimmt Andre sie ja mittlerweile schon ganz ordentlich ran."

"N-joah.", sagte Denise gedehnt und legte den Kopf mit einer theatralischen Bewegung schief, "die kleine Schlampe ist inzwischen ganz führig. Aber lenk' nich' ab. Du hast dir ja auch einiges vorgenommen. Letztes Jahr diese arrogante Ballettfotze Franka, dann ihre Ballerinafreundin. Die Stille mit den vielen Leberflecken, und nicht zu vergessen Frau ..."

"Hey, hey, hey ...", unterbrach Bianka sie hell auflachend und wedelte begütigend mit den Händen, "Auf die gute Franzi mit ihren Starallüren bist du doch selber scharf und sag' mir nicht, dass du Fassi nicht auch gerne in einer schönen engen Lederkorsage zwischen deinen Schenkeln sehen würdest. Und immerhin hab' ich im Gegensatz zu dir schon einiges dazu in die Wege geleitet. Alles nur eine Frage der Organisation ..."

"Na, dann lass uns mal hoffen, dass dein Organisationstalent hier voll zum Tragen kommt.", entgegnete Denise mit einem vielsagenden Grinsen und strich mit der Hand über ihren rostbraunen französischen Zopf, "... an mir soll es nicht scheitern."

"Na dann soll es so sein.", sagte Bianka und diesmal klang es fast bedächtig, als sie mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck aus dem Fenster blickte, wo Tina sich gerade ihren schwarzen Rucksack über die Schultern warf und durch das hohe gotische Spitzbogentor im Dunkel des Gebäudes verschwand.




Sechs Monate später ...

2. Zeugnisse

"Nich' so laut.", flüsterte Tina zu ihrer Banknachbarin, "lass' uns lieber schreiben."

Neben ihr saß Nicole, eine stets etwas prollige Friedrichshainerin mit einem aschblondem Pferdeschwanz, und sie hatte gerade eine respektlose Bemerkung über ihre Lehrerin gemacht, und sie war durch nichts davon abzubringen, damit fortzufahren.

"Is' doch wahr.", sagte sie grinsend, ohne wesentlich leiser zu sein, "so wie sie uns wieder ihren hübschen Arsch hinhält."

"Man eh.", zischte Tina erneut und peinlich berührt, "Sie hört uns noch."

Aber Nicole lachte nur.

"Mach' dir nich so viele Sorgen.", sagte sie und schaute betont auffällig in Richtung der Lehrerin, die, ihnen mit dem Rücken zugewandt, auf der anderen Seite des Raumes stand, und mit vorgebeugtem Oberkörper einem ihrer Mitschüler etwas erklärte, "ich wette, Psycho-Khaled starrt ihr wieder voll ins Dekolletee."

Sie meinte Khaled, einen zugegeben etwas seltsamen Halbmarokkaner, der gerade offenbar mit der Lehrerin Frau Fassbender über seine Noten diskutierte.

"Ehh, komm'", wurde Tina - deren Antirassismusradar gerade wieder aktiviert wurde - etwas ungehalten, "das ist echt nicht unser Problem."

Doch Nicole ignorierte ihren Einwand und kicherte nur.

"So wie die hier immer mit ihrem Schlafzimmerblick rumrennt, und in ihren engen Hosen ist das doch auch voll verständlich."

"Manche sehen eben so aus.", entgegnete Tina etwas bissig und schaute ungewollt zu Frau Fassbender, die dort tatsächlich ein wenig betonter stand, als es vielleicht angebracht gewesen wäre. Ihre Kleidung war sicher sexy, ein körperenger roter Kaschmirpullover unter dem sich volle schwere Brüste abzeichneten und eine schwarze Seidenhose über hohen schwarzen Stiefeln mit kurzen breiten Absätzen.

Aber trotzdem nichts, worüber man sich unnötig den Mund zerreißen musste.

Sie ärgerte sich über Nicole, die hier ihrer Meinung nach leichtfertig Kultur- und Geschlechterklischees bediente. Tina war der Meinung, dass Menschen nicht so viel Wert auf Äußerlichkeiten legen sollten, auch wenn sie zugeben musste, dass Bianca Fassbender für Männer sehr anziehend sein musste. Sie war 34 Jahre alt, mit etwa 1,75 m ein bisschen größer als Tina selbst und hatte eine tolle Figur. Sie hatte fuchsrot gefärbte Haare, die sie zu einem Bob geschnitten trug, und dazu ein hübsches weiches Gesicht, dass ein wenig Ähnlichkeit mit Cynthia Nixon von Desperate Housewives hatte. Nur eben hübscher und nicht so hart gezeichnet. Das angenehmste aber war ihre Stimme, die samtweich und fast ein wenig verletzlich und schüchtern klang, wenn sie etwas erklärte.

Und natürlich fanden sie nicht nur Männer attraktiv. Jana, eine lesbische Schulfreundin von Tina hatte bereits mehrmals bekundet, dass sie Bianca Fassbender scharf fand.

Doch Tina hatte keine Lust, sich über so etwas Gedanken zu machen. Sie hatte ganz andere Probleme und rutschte nervös auf der hölzernen Sitzfläche des Stuhl hin und her. Sie blickte immer wieder auf das weiße gestärkte Blatt in ihren Händen. Es war das Endzeugnis der E-Phase und es sah nicht besonders gut aus. Frau Fassbender, die ihre Mathe- und gleichzeitig Klassenlehrerin war, hatte die Blätter gerade ausgeteilt und ihre Mitschüler saßen je nach Laune lärmend oder still über den Dokumenten.

Es hatte keine Überraschungen für sie gegeben. Sie war einfach eine Niete in allem was mit Naturwissenschaft und Technik zu tun hatte. Trotzdem waren die vielen Vieren auf dem Zeugnis nur schwer zu verkraften und Tina biss sich nervös auf die Unterlippe. Und auch in den restlichen Fächern sah es nicht viel besser aus. Und das ärgerte sie am meisten.

Dass es selbst in den Fächern, wo ihre Stärken lagen, nicht anders war. Niemand, der sie kannte, verstand das. Genauso wenig wie sie selber.

Sie hatte so gehofft, hier am Kolleg, ihre sprichwörtliche Faulheit und "Abschlussschwäche" – wie Florian immer gesagt hatte – zu überwinden. Aber es schien sich nur zu wiederholen, was bereits die letzten zwei Jahre am Gymnasium gekennzeichnet hatte, bevor sie dort aufhören musste.

'Verfickte Kacke', sagte sie leise zu sich selbst und zog geräuschvoll die Luft durch die Nase. Immerhin hatte sie es hier noch nicht zu fünfzig Prozent Fehlzeiten gebracht, setzte sie ihre Gedanken fort und ein bitterer Gesichtsausdruck machte sich bei ihr breit.

"Is' nich' so geil, wa?", hörte sie plötzlich Nicole. Der gelangweilt-belustigte Klang der Stimme ihrer Banknachbarin in Mathe und Deutsch verriet, obwohl ihr Zeugnis kaum besser war, keinerlei Frustration. Im Gegenteil. Nicole grinste fröhlich.

"Mach' dir mal nich' so'n Kopp.", fuhr sie begütigend fort und lachte auf, "is' noch genug Zeit."

"Hm.", grummelte Tina nur.

Sie hatte jetzt absolut keine Lust auf Nicoles' Humor, aber dieser war nicht zu erschüttern.

"Sieht doch sonst gar nicht so schlecht aus.", erwiderte Nicole, die offenbar einfach auf ihr Zeugnis geblickt hatte.

Noch so eine Unart, dachte Tina ärgerlich. Sie hasste nichts mehr, als wenn Menschen ihre Privatsphäre beeinträchtigten und ärgerte sich sogleich noch mehr, weil sie wie üblich nichts dagegen sagte.

"Naja.", sagte sie daher einfach nur und versuchte ein sarkastisches Grinsen, "ich kann ja immer noch Zeitungen austragen, wenn das hier nicht klappt."

So finanziell knapp, wie sie trotz des Bafögs schon war, würde sie sich ohnehin bald etwas einfallen lassen müssen.

"Ach was, du schaffst das schon.", antwortete Nicole immer noch fröhlich und strich sich unwillkürlich durch ihren aschblonden Perdeschwanz, "Du nimmst einfach leichte Leistungskurse und wählst die ganzen schweren Fächer ab, sobald es geht. Dann besserst du noch die Noten auf ..."

"Bei Meissner, hm? Na danke ...", unterbrach sie Tina vorlaut und rollte betont angewidert mit den Augen, und musste ungewollt grinsen.

Nicole lachte bei der Anspielung an den in dieser Hinsicht mehrfach vorbelasteten Erdkunde- und Französischlehrer.

"Tjaaa.", sagte Nicole mit einem halb frechen, halb lasziven Grinsen, aber wurde sogleich ernst, "Ich meinte ja über die AG's."

"Na gut.", entgegnete Tina nicht ganz überzeugt, "und was soll das bringen?"

Die Arbeitsgemeinschaften waren sicher eine gute Möglichkeit, sich zu engagieren, aber sie wurden nicht benotet.

"Kontakte, Tinchen.", grinste Nicole, wohl wissend, dass Tina nicht so genannt werden wollte, "Wirkt sich auch positiv auf die Noten aus. Glaub' mir."

"Meinste?"

"Jepp. Ich hab' überlegt, vielleicht in die Theater-AG zu gehen."

"Oh Gott ...", fiel ihr Tina lachend ins Wort, "da kriegen mich keine zehn Pferde hin."

"Nich' so schüchtern.", frotzelte Nicole, "oder willste lieber zu den Informatikern?"

"Nee, da komm ich ja mit schlechteren Noten bei raus, als wenn ich gar nichts mache.", gab Tina mit einem schiefen Grinsen zurück und rümpfte die Nase, "Aber Theater geht gar nicht."

"Wieso?", fragte Nicole neugierig, "haste Angst?"

"Das ist es nicht.", erwiderte Tina irgendwie unangenehm berührt, "ich will mich da einfach nicht so zur Schau stellen."

Das war stark untertrieben, um nicht zu sagen gelogen, denn überdurchschnittliche Aufmerksamkeit war der reine Horror für sie. Selbst Alltagssituationen führten oft dazu, dass sie sich superunwohl fühlte. Sie versuchte dies dann stets durch manchmal fast beleidigenden Sarkasmus und hinter einer spröden gleichgültigen Fassade zu verbergen, aber sie hatte die blöde Eigenschaft jedes Mal wenn ihr etwas peinlich war, knallrot zu werden. Sie wurde das einfach nicht mehr los, dachte sie in einer Mischung aus Verärgerung und Selbstironie.

Tina hoffte, dass Nicole nicht weiter nachfragen würde, denn sie fühlte bereits wieder einen Anflug von Hitze und Röte über ihren Rücken und Wangen aufsteigen. Allein diese Notlüge, war ihr bereits so unangenehm, dass es diese altbekannte und gleichzeitig tief verhasste körperliche Reaktion gab.

"Hm ok, war ja nur'n Vorschlag.", lenkte Nicole aber bereits wieder anderweitig interessiert ein und drehte sich zu einem ihrer Mitschüler, der irgendetwas von ihr wissen wollte.

Und so blieb Tina ihren Gedanken überlassen, die sich jetzt nur darum drehten, wie sie ihre Noten aufbessern konnte. Sie würde nachher eine Blick aufs schwarze Brett werfen, was es dazu für Möglichkeiten gab.




Wenig später stand sie an der Pinnwand im dunklen Foyer des Gebäudes und versuchte unter den vielen Zetteln und Ankündigungen das zu finden, was sie suchte. Sie hatte eigentlich noch einmal Nicole fragen wollen, doch Frau Fassbender hatte die Klasse etwas früher entlassen und die anderen hatten sich bereits in die Cafeteria abgesetzt oder waren nach draußen gegangen.

'Man eh', dachte Tina und zog eine Grimasse. Das schwarze Brett war völlig unübersichtlich. Sie überlegte, ob sie im nahegelegenen Sekretariat nachfragen sollte, als sie plötzlich Stimmen und Schritte auf dem Gang hallen hörte.

Sie blickte neugierig in die Richtung der Geräusche und sah nach einem Moment zwei bekannte Gesichter um die Ecke biegen.

Es waren Bianka und Denise.

"Hey, Tinchen.", rief die erstere fröhlich und winkte mit gespieltem Enthusiasmus.

Tina grinste mit einer Mischung aus Genervtheit und Verlegenheit zurück.

"Ich wusste gar nicht, dass ihr noch hier seid.", sagte sie und schaute erwartungsvoll.

"Ja doch.", entgegnete Bianka grinsend, "wir haben kein Zuhause."

"Wir sind imma hier.", warf Denise fast gleichzeitig ein und lachte frech, "Teil des Inventars, sozusagen … ."

Die jungen Frauen lachten und tauschten einige freundliche Sätze aus, obwohl Tina eigentlich lieber das schwarze Brett studiert hätte. Aber da Denise letztes Jahr sitzen geblieben war, hatte sie einige Kurse zusammen mit ihr und so auch Bianka kennengelernt und es wäre unhöflich gewesen, ihnen jetzt die kalte Schulter zu zeigen.

Doch Denise schien jetzt zu merken, dass Tina nicht gut aufgelegt war und schaute sie ernsthaft an.

"Können wir dir was helfen?"

"W-wobei?", fragte Tina irritiert und schaute zwischen den Beiden hin und her.

Bianka lachte.

"Na du suchst doch irgendwas."

"Ach so, ja, ich brauche was zum Noten aufbessern.", sagte sie und versuchte ein Grinsen, "Irgendeine AG."

"Ah ok.", nickte Bianka und schaute kurz auf das Brett, "schon was gefunden?"

"Nee, hab' gerade erst geguckt."

"Weißt du schon, welche Richtung?"

"Alles außer Mathe, Physik und Chemie.", sagte sie lachend, "Und keine Theater-AG."

Bianka nickte lachend.

"Das engt die Sache etwas ein. Bleibt eigentlich nur Meissners Fickkurs."

Tina wurde rot und suchte für einen Moment nach Worten.

"So schlimm da?", druckste sie schließlich verlegen hervor.

"Kommt drauf an, was du schlimm findest.", warf Denise jetzt ein und grinste zweideutig.

"Hm, ok, nicht unbedingt, woran ich dachte.", sagte Tina in einem Versuch, das peinliche Thema mit Humor zu überspielen, "Gibt's denn nicht noch was anderes?"

Denise schüttelte ratlos den Kopf und blickte zu Bianka, die jetzt zu überlegen schien.

"Nur noch was externes.", sagte sie schließlich nachdenklich, "aber ich weiß nicht, ob es anerkannt wird."

"Was denn?"

"Die Foto-AG."

"Das wär' so cool.", entfuhr es Tina, "ich fotografiere echt gerne, aber wieso gibt’s das nicht hier?"

"Keine Ahnung, die Eickhoff kriegt das nicht hin mit ihrer Tablettensucht."

"Hm, Mist. Wie bist du überhaupt darauf gekommen?"

"Na ja, ich mach das halt, aber ich bin auch parallel an der Body Arts Academy eingeschrieben und meine Professorin da hat hingekriegt, dass das hier angerechnet wird. Ist aber wie gesagt, nicht so üblich hier."

Tina war erstaunt.

"Und da machst du 'nen Fotokurs?"

"Na ja, nich' ganz, ich hab' zusätzlich ein Projekt."

"Ist das dann nicht ein bisschen viel Arbeit?"

"Oh, es geht, aber ich mach es weil es mich fasziniert und wegen der Kohle."

Tina riss die Augen auf. Sie hatte noch nie gehört, dass man für ein Projekt auch noch Geld bekam.

"Wie.", fragte sie entgeistert, "Die bezahlen dich? Dich?! Was ist denn das für 'ne Akademie?"

"Eine kleine private Kunstakademie.", erklärte Bianka, "Sie schauen, ob du Talent hast, mit Menschen zu arbeiten und wenn ihnen gefällt, was du tust und zu ihrem Repertoire beiträgst, sponsoren sie dich ziemlich fett."

"Krass.", entfuhr es Tina und sie lachte auf, "Da will ich auch hin."

"Kann ich vielleicht einrichten.", sagte Bianka plötzlich sehr ernst und schaute Tina an, die nur verwundert zurückschaute.

"W-wie? Echt?", stammelte diese und wurde rot, und grinste verlegen, "Ich bin voll untalentiert."

"Dachte ich auch, aber da sind sehr gute Traineeprogramme.", fuhr Bianka fort und machte dann eine kurze Pause, "Aber ich hab jetzt leider keine Zeit, dir mehr zu sagen. Aber lass uns mal treffen. Dann kann ich dir das ganz in Ruhe erzählen."

Tina wollte es nicht zugeben, aber innerlich war sie beeindruckt und hätte tatsächlich gern mehr erfahren, doch irgendwie ging ihr das alles zu schnell.

"Ich ...", begann sie, doch Bianka unterbrach sie sofort enthusiastisch.

"Wie wär's am Freitag in der Zapothek in der Niemetzstraße? Das ist doch deine Gegend.", sagte sie schnell, "Ich seh' dich da immer, wenn ich bei Freunden bin."

Es stimmte, aber Tina fühlte sich völlig überrumpelt und war weit davon entfernt, der Typ Mensch zu sein, der einfach so Verabredungen traf, doch der Gedanke ihre abgrundtief schlechten Noten und gleichzeitig ihre chronisch klamme Geldbörse aufzubessern war zu verlockend. Sie nickte schwach und zuckte immer noch verlegen mit den Achseln.

"Wenn es keine Umst- ..."

"Ach Quatsch.", unterbrach sie Bianka erneut, "Wir kommen dann um Neun. Also bis dann."

Und bevor Tina noch etwas sagen konnte, hatten sich die beiden mit dem Verweis auf Termine in ein Gespräch vertieft davon gemacht und sie fragte sich, was das gerade gewesen war. Denn eigentlich ärgerte sich sich sogar, dass sie sich hatte so leicht breitschlagen lassen, ohne darüber nachzudenken, ob sie am Freitag überhaupt konnte. Und wer war wir?

Am liebsten wäre sie den beiden hinterher gelaufen, doch gerade kamen Nicole und ein weiteres Mädchen aus ihrem Deutschkurs, um die Ecke und überredeten sie, mit in die Cafeteria zu kommen.




3. Lady's Night

Tina war nervös. Sie stand auf der jetzt nur spärlich belebten Niemetzstraße vor der Zapothek, einer alternativ geprägten Bar mit kleinen Fenstern, die schwarz getönt waren und schaute auf die Uhr ihres Uralt-Nokia-Handys. Sie wusste, dass sie zu früh war, aber sie hoffte, je eher sie hier wäre, um so eher würde sie wieder wegkommen.

Denn je mehr Zeit verstrichen war, seit sie sich mit Bianka verabredet hatte, um so mehr hatte sie das geplante Gespräch bereut. Sie hatte nicht die leiseste Ahnung von Kunst und hätte die Verabredung wahnsinnig gerne rückgängig gemacht, aber Bianka und Denise waren nur selten an der Schule, so dass Tina sich gefragt hatte, wie sie ihren Abschluss schaffen wollten, wenn sie nicht genau so scheitern wollten, wie es Tina an ihrem alten Gymnasium gegangen war. Aber, was auch immer sie vorhatten, sie hatte sie seit Dienstag nicht mehr gesehen und hatte daher wohl oder übel hierher kommen müssen.

Sie hatte sogar eine Schicht in der Notunterkunft getauscht, wo sie ehrenamtlich Obdachlose betreute. Ärgerlich über sich selbst verzog sie ihren hübschen Mund und begann auf ihrem seitlichen Lippenpiercing zu kauen, wie sie es immer tat, wenn sie nervös war. Sie blickte sich noch einmal nach ihrem klapprigen Fahrrad um, dass sie an eine dicke Kastanie gekettet hatte und ging dann langsam zur Tür der Bar. Bianka war zwar nirgends zu sehen, doch sie beschloss trotzdem, schon hinein zu gehen. Sie griff nach dem abgenutzten Metallknauf der ebenfalls schwarz getönten Glastür und öffnete sie, um hindurchzugehen.

Dabei fiel ihr als erstes der dicke schwarze Stoffvorhang auf, welcher gleich hinter der Tür aufgehängt war und so wie eine Art Luftschleuse wirkte.

Drinnen war alles in stylishem Schwarz gehalten und ihre Augen brauchten einen Moment, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Unsicher ging sie durch einen kleinen Vorraum, auf dessen wenigen Tischchen überall Reserviert-Schilder zu sehen waren. Tina fragte sich, was das in einer Studentenbar sollte, doch letztendlich dachte sich sich nichts weiter dabei und ging weiter in einen größeren Raum, der bis auf einen kleinen Spalt von dem vorderen Raum durch eine ziehharmonika-artig gefaltete Trennwand im asiatischen Stil abgetrennt war.

Sie war noch nie hier gewesen und bestaunte die Konstruktion kurz, bevor sie weiter in den zweiten Raum ging, in dem leise Elektrojazz spielte. Links erkannte man jetzt eine typische Bar, hinter der eine große blonde Gestalt mit kurzen Haaren Gläser wusch, während weiter hinten die Tanzfläche und noch dahinter eine Art Bühne mit einem verschlossenen roten Samtvorhang lag.

Doch auch hier war es genau so leer wie auf den Barhockern vor der Bar, so dass Tina sich bereits etwas wunderte. Zur Rechten sah man jedoch einige Tische, die jeweils von halbrunden Bänken in alkoven-artigen Einbuchtungen in der Wand umrundet waren, wo jetzt auch vereinzelt einige Leute saßen. Es wirkte alles sehr gediegen und edel, und Tina begann sich eindeutig fehl am Platz zu fühlen. Zumindest konnte sie sich dort unauffällig im Hintergrund halten, dachte die Schülerin und steuerte auf den nächsten Alkoven zu. Sie wollte sich gerade hinsetzen, als sie dort ebenfalls ein Reserviert-Schild sah.

Sie schüttelte den Kopf und blickte zu den anderen Tischen, doch auch hier sah man kleine weiße Schilder. Ratlos blickte sie zur Bar, wo jetzt der Barkeeper seine Aufmerksamkeit auf sie gelenkt hatte.

Tina wurde rot und verzog, den Mund. Sie hasste Aufmerksamkeit und beschloss sich einfach irgendwo hinzusetzen, wo es noch frei war. Wenn jemand kam, konnte sie ja immer noch aufstehen, dachte sie und ging auf den nächstgelegenen Tisch zu, als sie plötzlich Schritte hinter sich hörte.

"Hast du reserviert?", hörte sie eine raue Frauenstimme sagen und fuhr herum.

"I-ich, bin verabredet.", stammelte sie ertappt und fühlte, wie glühende Röte über ihr Gesicht zog.

Vor ihr stand die Barkeeperin, die sie in dem Halbdunkel von weitem nicht als solche erkannt und für einen Mann gehalten hatte.

"So?", fragte diese streng, "Mit wem?"

"E-einer, einer Freundin."

"Hat sie reserviert?"

"I-ich weiß nicht.", druckste Tina weiter, "Sie ..."

Die große Frau schien jetzt ein wenig freundlicher zu werden.

"Wie heißt sie denn?"

"Bianka.", entfuhr es Tina, obwohl es ihr eigentlich widerstrebte, einfach so Biankas Privatsphäre zu verletzen, in dem sie hier ihren Namen preisgab.

Doch es war bereits geschehen und die Frau machte ein verstehendes Gesicht.

"Ach ja.", sagte sie und blickte auf einen Zettel, den sie von Tina unbemerkt in der Hand gehalten hatte, "hier steht's. Dann bist du Tina Neuhamm, richtig?"

"Jja?", antwortete Tina erstaunt wie automatisch und ärgerte sich gleich über ihre Antwort.

Das ging die Frau doch gar nichts an, dachte Tina ärgerlich, und wieso hatte Bianka ihr überhaupt ihren Namen geben müssen. Sie hob leicht abwehrend die Arme und räusperte sich.

Sie wollte etwas sagen, doch die Barkeeperin ließ sie gar nicht zu Wort kommen.

"Euer Tisch ist da drüben.", sagte sie freundlich, "rechts neben der Tür. Siehst du?"

Tina blickte in die gezeigte Richtung und nickte stumm.

"Super.", sagte die Barfrau und machte eine kurze Pause, "tut mir übrigens Leid, dass ich euch den Tisch neben der Toilette geben musste, aber wir waren schon voll für heute Abend. Und sag Bescheid, wenn es zu eng wird, dann hole ich noch einen Stuhl aus dem Lager."

Und mit diesen Worten drehte sie sich um und ging zurück zu ihrer Bar, wo jetzt noch jemand von draußen gekommen zu sein schien. Tina blickte nur kurz zu der breitschultrigen Gestalt und vergewisserte sich, dass es nicht Bianka war, bevor sie sich in den ihr gezeigten Alkoven zurückzog.

Sie zog ihr rotes Harringtonjacket aus und schaute sich um. Die Alkoven waren etwa zwei Meter im Durchmesser und die Bänke für etwa 3 bis 4 Personen ausgelegt, und Tina verstand jetzt, wieso die Barfrau von zu wenig Platz geredet hatte. Trotzdem hoffte sie, dass sie sie nicht wieder belästigen musste und blickte instinktiv zu ihr herüber.

Sie unterhielt sich mit der breitschultrigen Person von eben, die Tina jetzt als etwas herb wirkende Frau von etwa vierzig Jahren erkannte. Sie sah mit ihren noch kürzeren schwarzen Haaren als die Barfrau dabei sehr männlich aus und Tina glaubte, dass sie viel Sport treiben musste.

Sie hatte außerdem das unangenehme Gefühl, dass die beiden über sie redeten und tatsächlich drehten sich beiden jetzt zu ihr hin und Tina sah irritiert, wie die kräftige Frau sie anlächelte.

Sie überlegte, ob sie sie irgendwo her kannte, doch sie wollte nicht unhöflich sein und lächelte zurück. Dann drehte sie sich wieder zu der blonden Barfrau und es schien, als ob sie über etwas uneins waren, doch schließlich reichte ihr die Barfrau einen seltsamen silbernen Blechnapf herüber, den die Frau nach einem weiteren Seitenblick zu Tina auf den Boden stellte.

Diese fragte sich, was das ganze bedeuten sollte, als plötzlich aus dem Halbschatten neben der Trennwand ein riesiger Pittbull Terrier herausgetrottet kam und begann, aus dem Napf zu fressen.

Tina erstarrte buchstäblich bei dem Gedanken, dass sie gerade nur wenige Meter an dem Tier vorbeigegangen war und spürte ein schreckliches nervöses Kribbeln durch ihren Körper fahren. Sie hatte panische Angst vor solchen Hunden und sie spürte, dass die beiden Frauen an der Bar es bemerkten und jetzt über sie lachten.

Was war das nur für eine komische Bar, dachte Tina resigniert und hoffte inständig, dass Bianka bald käme. Doch als sie auch nach 5 Minuten noch nicht da war, holte sie hilflos ihr Handy aus der Tasche. Sie wusste, dass sie keine Nummer von Bianka oder Denise hatte, doch vielleicht erreichte sie eine Freundin und konnte kurz etwas plaudern. Sie nahm das Gerät aus der Jackentasche und drückte die Entsperrtaste, wobei sie jedoch feststellte, dass in der Bar kein Empfang war.

"Mist.", murmelte sie leise vor sich hin und blickte auf.

Und erschrak, als plötzlich die breitschultrige Frau, die noch etwas größer als die Bardame zu sein schien, plötzlich lächelnd vor ihr stand.

"Entschuldigung.", sagte sie selbstsicher und mit einem leichten italienischen Akkzent, "Ich wollte dich nicht erschrecken."

"S-schon gut.", sagte Tina leise und legte das Handy beiseite, "Ich glaub', ich bin ziemlich schreckhaft."

Sie blickte unwillkürlich zu dem Kampfhund, der jetzt interessiert zu ihr herüber zu schauen schien und herzhaft gähnte, so dass das mörderische Gebiss zu sehen war.

"Wegen Bors?", fragte die Schwarzhaarige, die Tinas Blick gefolgt war und lächelte beruhigend, "Keine Angst, wir Mädels haben nichts vor ihm zu befürchten. Außer Cat sagt es, natürlich."

Tina lächelte unsicher.

"Cat?"

"Der blonde Engel an der Bar ist Cat.", erklärte die Frau, "Du bist das erste Mal hier?"

"Hm, ja.", sagte Tina zögerlich und blickte kurz zu der Bar, wo jetzt zwei weitere Frauen eingetroffen waren, und sich mit der als Cat bezeichneten Frau unterhielten. Auch sie wirkten, als ob sie schon in ihren Dreißigern oder Vierzigern wären und Tina fragte sich am Rande, ob das hier tatsächlich nur eine Bar für Studenten war, wie sie immer gedacht hatte.

Die Frage lag ihr auf der Zunge, doch eigentlich wollte sie gar kein Gespräch mit der beinahe doppelten so alten etwas dominant wirkenden Frau, auch wenn sie gleichzeitig insgeheim froh war, dass sie ihr ein wenig die Besorgnis vor dem gefährlichen Hund nahm.

"Cat sagt, dass du mit Binka hier bist? Stimmt das?"

"Bianka?"

"Ja, nennst du sie so?"

"Keine Ahnung, ich dachte, dass wäre ihr Name."

"Oh, doch, ist es auch, aber wir nennen sie sonst nur Binka. Da dachte ich, es wäre so ein Ding zwischen euch."

"Ähm, nein.", entfuhr es Tina irritiert und sie wunderte sich, was die Frau mit Ding meinte und wieso sie sich über die Antwort irgendwie zu freuen schien.

Sie schaute unbewusst auf ihr Handy und dann wieder zu der Frau, die sich plötzlich, als wäre es das natürlichste der Welt, neben Tina setzte.

"Keinen Empfang?", fragte sie beiläufig und schaute Tina aus grünen Augen funkelnd an, so dass Tina verlegen wurde und wieder errötete

Die Frau registrierte es belustigt, was Tina noch mehr erröten ließ, so dass die Schülerin einen Moment brauchte, um zu antworten.

"Ja, also nein.", sagte sie nach einem kurzen Räuspern, obwohl sie eigentlich viel lieber gefragt hätte, ob sie sich nicht woanders hinsetzen konnte.

Sie blickte nervös zu der Barfrau, die sie vorhin noch wegen ihrer falschen Platzwahl angegangen war, doch die Schwarzhaarige schien zur Stammkundschaft zu gehören, wo so etwas toleriert wurde.

"Sie haben einen Blocker für Handys hier drin.", erklärte die Schwarzhaarige derweil und lachte, "Alle beschwerten sich über das dauernde Geklingel, obwohl jeder eins nutzte. Da war das die fairste Lösung für alle. Übrigens, mein Name ist Margo."

Sie grinste und streckte Tina die Hand entgegen, welche diese mehr aus Höflichkeit als aus innerer Überzeugung annahm.

"Hi.", sagte sie jedoch leise und brachte ein missglücktes Lächeln hervor, "Ich bin Tina."

"Freut mich.", ließ sich ihr Gegenüber vernehmen, blickte dann jedoch plötzlich nach links, wo sich jetzt die Barfrau näherte.

Für einen Moment dachte Tina, dass sie nun doch wegen des Platzes einschreiten würde, doch sie lächelte mysteriös und führte außerdem ein Tablett mit zwei Cocktails mit sich.

"Hier.", sagte sie mit einem Augenzwinkern und stellte das eine Glas vor Margo, das zweite vor Tina auf den Tisch.

"D-danke.", entfuhr es Tina, "aber ich ..."

"Keine Angst, es geht auf's Haus."

"Ok.", lenkte Tina etwas ratlos ein.

Sie hatte eigentlich nicht vorgehabt etwas zu trinken, doch sie konnte es jetzt auch nicht ablehnen und musterte daher den Drink, der völlig blau war und außerdem leicht schimmerte.

"Blue Novice.", erklärte Margo mit einem Seitenblick zu der Barfrau und lachte, "Ist das Standardgetränk für Neue."

"Hm.", machte Tina und nippte höflich an dem Glas.

"Gut, nicht?", fragte die Barfrau, die Margo als Cat bezeichnet hatte und nickte beifallheischend, so dass Tina pflichtschuldig noch einen Schluck nahm.

Der Drink war cremig und schmeckte süß, doch gleichzeitig sehr kalt. Zumindest schien er nur wenig Alkohol zu enthalten, dachte Tina einigermaßen beruhigt.

"Is` sehr gut. Danke.", sagte sie daher und versuchte ein Lächeln.

"Freut mich.", sagte die Barfrau und schaute mit einem seltsamen Lächeln zu Margo, "Ruft mich, wenn ihr was braucht."

Sie wartete die Antwort nicht ab und drehte sich um, um dann in Richtung der Bar zu verschwinden, wo aus dem danebenliegenden Eingang jetzt immer mehr Frauen hineinkamen. Genau genommen war es eine Gruppe aus vier Frauen, die bis auf eine alle Mitte dreißig bis fünfzig zu sein schienen und Tina fragte sich erneut, warum hier so viele ältere Frauen verkehrten. Verwundert blickte sie zu Margo, die jetzt ein kleines Notizbuch aus ihrer Tasche geholt hatte und etwas darin anschaute, so dass Tina nicht wagte, sie zu stören und stattdessen wieder zu der Gruppe Neuankömmlinge blickte.

Sie bemerkte, dass alle, außer einer graue oder blaue Businesshosenanzüge trugen. Und zufällig war dies auch die jüngste, eine attraktive Blondine mit großen blauen Augen, die einfacher, aber mit einem Rock statt Hose auch etwas freizügiger gekleidet war. Tina schätzte sie dabei trotz der ältermachenden Frisur mit den streng nach hinten gekämmten schulterlangen Haaren auf höchstens 18 Jahre und sie fragte sich, was sie mit den anderen zu tun hatte.

Erneut blickte sie irritiert zu Margo, die im Gegensatz zu eben jedoch ihren Blick erkannte und dann zur Bar schaute. Sie schaute zurück zu Tina und lächelte.

"Gefällt sie dir?"

Tina brauchte einen Moment, um zu begreifen, was sie meinte. Dann aber wurde sie furchtbar rot, wie es ihre Art war und senkte den Blick.

"I-ch, nein, nein.", sagte sie dabei lachend, "Ich bin, äh, na ja, straight."

"Und? Viele von uns hatten oder haben manchmal einen Mann."

Tina zuckte verlegen mit den Schultern.

"Ich bin nicht … also, ich steh' nich auf Frauen."

"Sicher? Ich könnte sie dir vorstellen.", sagte Margo völlig ernst, "Ihr Name ist Mia. Eine ganz Süße."

"N-nein danke.", unterbrach sie Tina unangenehm berührt, "Ich bin wirklich nur hier, um mich mit Bianka zu treffen."

"Na, ok.", lächelte Margo und schaute mit gespieltem Bedauern, "Karina teilt sie auch nicht gerne. Obwohl sie bei dir sicher eine Ausnahme gemacht hätte."

Tina räusperte sich und eine leichte Ärgerfalte bildete sich auf ihrer Stirn. Ihr wurde klar, dass Margo ganz offensichtlich mit ihr flirtete und dieses Spiel gefiel ihr nicht. Am liebsten hätte sie die ältere aufgefordert zu gehen oder wäre gleich selbst gegangen, doch die Tatsache, dass sie sich mit Bianka verabredete hatte, stand dem im Wege. Trotzdem war sie der Meinung, dass sie Margo irgendwie klar machen musste, dass sie nicht um jemand kennenzulernen in die Bar gekommen war und begann daher wie beiläufig von ihrem Ex-Freund zu erzählen, wobei sie so tat, als ob sie noch zusammen wären.

Doch leider schien es nicht den gewünschten Effekt zu haben. Denn statt abgeschreckt zu sein, schien Margo eher erfreut, dass Tina etwas von sich erzählte und auch ihr selbst wurde schließlich bewusst, wie geschickt Margo ihr eine persönliche Information nach der anderen entlockte.

Und sie dazu noch zum Trinken animierte.

Der blaue Drink war inzwischen nämlich beinahe alle, dachte Tina unglücklich und schaute auf das Glas mit dem roten Strohhalm in ihren Händen. Es war wirklich lecker, aber leider enthielt es offenbar auch mehr Alkohol, als sie gedacht hatte, wie sie an ihrer glühenden Haut und der Flüssigkeit, mit der sie sprach merkte.

"Da kriegen deine hübschen Wangen richtig Farbe.", ließ sich Margo vernehmen und schaute unschuldig.

Aber das war genau ihre Art. Sie machte ein beiläufiges Kompliment nach dem anderen, ohne dabei eine Grenze zu überschreiten, wo Tina hätte gehen können, ohne völlig unhöflich zu erscheinen.

"Danke.", sagte Tina daher nur in einem so normalen Tonfall wie möglich und schaute dabei durch den Raum, der mittlerweile immer voller geworden war. Und es waren tatsächlich nur Frauen, so dass Tina klar war, was sie die ganze Zeit schon vermutet hatte.

Die Zapothek war eine Bar für lesbische Frauen und nicht, dass sie etwas dagegen hatte, aber sie fühlte sich irgendwie unwohl dabei und hoffte nur, dass die anderen sie für nicht Margos Begleitung hielten. Dazu kam, dass die anderen fast alles ältere Frauen ab Mitte Dreißig bis in die Fünfziger waren und außerdem auch sehr gediegen und professionell wirkten. Jüngere waren dagegen kaum zu sehen, doch wenn schienen sie fast noch im Teenageralter zu sein und waren dann auch sehr lässig, oder sogar freizügig gekleidet.

Trotzdem schien es keinen zu stören und die Gäste separierten sich auch nicht etwa nach Altersklassen, sondern waren mit Ausnahme zweier einzeln sitzender junger Frauen Anfang zwanzig, die aufgrund ihrer weißen halbdurchsichtigen Hosen Arzthelferinnen zu sein schienen, alle durchmischt.

Ein besonders krasses Beispiel waren dabei eine bildhübsche Blondine von höchstens 16 Jahren und eine untersetzte kurdisch aussehende Frau, die altersmäßig ihre Großmutter hätte sein können. Sie saßen in einem der Alkoven und waren ganz offenbar ein Paar. Immer wieder sah man, wie die ältere nach dem aufwendig geflochteten französischen Zopf des Mädchens griff und dessen Kopf so vor ihr Gesicht dirigierte, um es dann intensiv küssen zu können. Gleichzeitig schien die linke Hand der Frau im Schritt des Mädchens zu verschwinden, was zu Tinas Glück jedoch durch die Tischdecke verborgen blieb. Die leicht gespreizte Haltung der Füße, die am unteren Rand der violetten Samttischdecke hervorlugten und der beschämte Gesichtsausdruck des Mädchens waren jedoch so eindeutig, dass Tina immer wieder von Schamröte überzogen wurde, wenn sie zufällig in die Richtung der beiden schaute.

Und wieder schien Margo es mitzukriegen.

"So, so.", sagte sie und lächelte mysteriös, "Und da erzählst du mir die ganze Zeit von deinem Freund, kannst aber deine Augen nicht von Aishe und ihrer Freundin lassen."

"Quatsch.", sagte Tina eine Spur heftiger, als sie gewollt hatte und verzog das Gesicht zu einer ärgerlichen Miene, "Sie sitzen uns einfach nur genau gegenüber."

Sie hatte genug von Margos ständigen Anspielungen und war kurz davor aufzustehen, als sie im Hintergrund eine wohlbekannte Gestalt auf sie zusteuern sah.

Es war Bianka, doch sie war kaum wiederzuerkennen.

Sie trug ein weinrot-schwarzes Lederkostüm, dass ihre Figur noch mehr betonte, als die Gothic-Klamotten die sie normalerweise trug und dazu schwarze knöchellange Stiefel, deren Absätze auf dem Boden knallten. Tina fühlte sich unwillkürlich an amerikanische Superheldinnenkostüme erinnert und bemerkte daher erst spät, dass jemand Bianka hinterhertrottete.

Eine stille Brünette, die in etwa in Tinas Alter zu sein schien und mit einem ähnlich extravaganten Outfit bekleidet war. Sie trug über knallengen Leggings einen schwarzen Latexrock, der ihr kaum über den Po zu reichen schien und dazu kniehohe Schnürstiefel mit hohen Absätzen. Oben trug sie ein steifes Korsett mit einem hohen Kragen, der schrecklich unbequem aussah.

"Hi Tina.", unterbrach Bianka derweil strahlend ihre Gedanken und winkte kurz, "Schön, dass du gewartet hast. Aber Lenahat leider nicht das Auto ihrer Mutter gekriegt, so dass wir Bus und Bahn nehmen mussten. Und das hat gedauert, kann ich dir sagen. Eine reine Katastrophe. Naja, du kennst das ja. Aber zum Glück hast du ja schon Margo kennengelernt."

Sie drehte sich zu der Schwarzhaarigen und lächelte.

"Danke, dass du dich Tinas angenommen hast.", sagte sie dann mit einem feinen spitzen Unterton, der Tina irgendwie seltsam vorkam, "Wo ist denn Senna?"

"Betreibt Akquise mit Sam.", antwortete Margo mysteriös lächelnd, "Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass sie noch kommen."

"Samantha ist das?", entfuhr es Bianka und sie begann zu strahlen und blickte zu Tina, "Sie ist voll cool. Du kennst sie vielleicht von der Olympiade. Sie ist Gewichtheberin der US-Mannschaft. Blaue Augen und brünett, mit so einem Pixiehaarschnitt."

"Jetzt wasserstoffblondiert.", ergänzte Margo lachend und blickte zu dem Mädchen, dass Bianka als Lena bezeichnete hatte, "Hallo Hübsche."

sie musterte die junge Frau dabei so unverhohlen, dass Tina schon vom Zusehen rot wurde.

Sie räusperte sich und schaute verlegen auf die leere Seite der Bank neben ihr.

"Setzt euch doch.", sagte sie leise und deutete auf die Bank.

Bianka nickte und schob Lena zu der Bank, und bedeutete ihr, sich neben Tina zu setzen, bevor sie selber sich auf die halbrunde Bank zwängte.

"Wie gesagt.", sagte sie dann, "Tut mir Leid, dass wir zu spät sind, aber Lena hat meinen Zeitplan etwas durcheinander gebracht."

Sie warf einen kritisch-strengen Seitenblick zu Lena, die bei diesen Worten jedoch nur unglücklich verlegen auf die Tischplatte starrte.

Tina nickte und lächelte. Sie wollte etwas, wie 'schon ok' sagen, aber Margo schüttelte so vorwurfsvoll den Kopf, dass sie es irritiert sein ließ.

"Nicht nett, Kleines.", sagte Margo dann ernst und mit strengem Unterton an das braunhaarige Mädchen gerichtet und blickte zu Bianka, "Da muss frau dran bleiben."

Dann blickte sie zu Tina und lächelte.

"Kleine Fehler sind oft das Einfallstor zu großen Sünden.", sagte sie und schaute ihr genau in die Augen, "Findest du nicht auch?"

Tina zuckte unangenehm berührt mit den Schultern und nickte schwach. Sie wusste nicht, worauf Margo hinauswollte, hielt es aber für besser keine Grundsatzdebatte mit ihr zu beginnen.

"Jetzt sind wir ja da.", sagte sie schließlich salomonisch und löste sich von Margos strengen grünen Augen, und schaute wieder zu Bianka, die jetzt zu lächeln begann.

"So ist es.", sagte sie, "Alles andere hat ja später noch Zeit."

"Apropos Zeit … .", begann Tina verlegen, doch sie wurde von Bianka unterbrochen.

"Ja.", entfuhr es ihr lachend, "Was ist eigentlich heute Programm?"

"Ich weiß nicht genau, aber ich glaube Bluegirl tritt auf.", antwortete Margo, "Aber erst um elf."

"Alleine?"

Margo lachte.

"Nein.", sagte sie, "mit Lady natürlich. Und einem Überraschungsgast."

Die beiden grinsten merkwürdig, bevor Bianka weiterredete

"Nicht schlecht. Ich finde Girl wird immer besser."

"Ja, seit sie sich mit allem abgefunden hat.", erwiderte Margo leicht abwesend, "Schade, dass dann alles immer so mechanisch und fade wird. Aber das kennt man ja."

Bianka nickte wissend und Tina nahm an, dass sie über eine Art Tanzdarbietung redeten.

"Redet ihr über eine Bühnenshow?", fragte sie, froh darüber, nicht selbst Thema des Gesprächs zu sein.

Bianka nickte.

"Ja.", entgegnete sie, "Und zwar eine richtig gute. Die Performanz von Bluegirl und ihrer Trainerin ist wirklich sehenswert, aber es steckt eine Menge harter Arbeit drin."

"Kann ich mir vorstellen.", warf Tina nach kurzem Zögern ein, "Da muss man wohl für geboren sein."

"Hast du mal professionell getanzt?", fragte Margo und schaute sie durchdringend an.

"Nee.", entgegnete Tina mit einem Lächeln, "Aber wir haben an der Schule mehrere Mädchen von einer Tanzschule. Und die erzählen manchmal, wie hart es da war."

"Wirklich?"

"Ja.", warf Bianka jetzt ein, "Ist ein komischer Zufall, dass wir so viele haben, aber die konnten an ihrer Schule kein Abitur machen und deswegen sind einige zu uns gekommen. Du kannst dich an Franka erinnern? Das war die erste von denen."

Margo verdrehte die Augen und nickte dann kurz. Es war offensichtlich, dass sie die genannte Person nicht mochte.

"Wenn es die kleine Schlampe ist, die mal ein Fitnessstudio aufmachen will, ja.", sagte sie dann schließlich auch abfällig, "Aber erinnere mich bloß nicht. Arrogant und oberflächlich bis zum geht nicht mehr."

Tina verzog ein wenig das Gesicht, denn sie fand Margos indirekte Zusammenfassung von Tänzerin, Oberflächlichkeit und sexueller Freizügigkeit viel zu klischeehaft und beleidigend.

"Sind nicht alle so.", sagte sie daher leise und schaute vorwurfsvoll auf den Tisch vor sich, "Bei mir ist eine im Deutschkurs, die ist eher zurückhaltend und still."

"Meinst du die mit den vielen Leberflecken?", fragte Bianka und schien zu überlegen, während Margo nur mit den Augen rollte.

"So eine ziemlich athletische, oder?"

Tina wunderte sich, dass auch Margo sie zu kennen schien, nickte jedoch.

"Mhm.", machte sie, "Anja."

"Anja Spitz, Spitzer, Schwei-, oder so, nicht?"

"Schweizer."

"Ah, ja, Anja Schweizer.", sagte Bianka verstehend und nickte ebenfalls, "Jetzt weiß ich's wieder. Ich hab' gerad' nur an die beiden anderen Balletttussis in deiner Stufe gedacht."

"Die Julias?", fragte Tina und verzog ungewollt etwas den Mund, schämte sich jedoch gleich dafür.

Aber es war zu spät, denn Margo hatte ihre Unmutsbekundung bereits registriert.

"Nur keine Klischees bedienen.", sagte sie süffisant und grinste.

"Sorry.", entfuhr es Tina und sie strich sich verlegen durch ihren blonden Haare, "Manchmal ist es tatsächlich nicht einfach. Aber Anja ist wirklich in Ordnung, und sie interessiert sich übrigens auch für Kunst. Wegen deiner Akademie."

"Hast du ihr davon erzählt?"

"Na ja, ich hab' sie zufällig getroffen und sie gefragt, ob sie diese Kunstakademie kennt.", gab Tina vorsichtig zurück, "Sollte ich das nicht?"

"Oh, nein, nein, das ist schon in Ordnung. Obwohl ich nicht glaube, dass sie von uns schon gehört hat. Die Gründer sagen immer, dass wahre Kunst Ruhe und Abgeschiedenheit braucht. Und da die Stiftung, die dahinter steht sehr reiche Finanziers hat, machen sie auch keine Werbung."

Tina machte ein kritisches Gesicht.

"Hm, klingt sehr elitär.", sagte sie und verzog den Mund ein wenig.

Bianka lachte.

"Keine Angst.", erwiderte sie mit einem Kopfschütteln, "Das sind keine neoliberalen Ausbeuter. Sie sind nur interessiert, begabte Menschen ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen und ihrer wahren Bestimmung zuzuführen. Ein absoluter Traum, besonders für mittellose Künstler."

"Und Künstlerinnen.", ergänzte Tina.

"Natürlich.", sagte Bianka und nickte, "Besonders für diese. Die Akademie fördert bevorzugt jene, die sonst am Rande der Gesellschaft stehen oder Benachteiligung erfahren. Migranten, Angehörige bildungsferner Schichten, Leute mit Sexualvorstellungen jenseits der Mehrheitsgesellschaft, Frauen und so weiter. Sie sind wirklich sehr progressiv."

"Das klingt wirklich gut.", sagte Tina überrascht und nickte anerkennend, "Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die mir einen Fotokurs finanzieren, wo ich einfach ein paar Bilder mache, und dass dann außerdem noch von der Schule anerkannt wird."

"Sie werden natürlich eine kleine Aufnahmeprüfung machen, aber die ist nicht wirklich schwer. Bei offensichtlichem Talent und unter Umständen kann auch darauf verzichtet werden, aber das ist eben einzelfallabhängig. Aber noch mal kurz zu Anja, die ist auch interessiert?"

Tina zögerte kurz, bevor sie weitersprach. Sie redete nicht gerne für und über andere, wenn sie nicht da waren, doch andererseits hatte Anja nicht gesagt, dass es ein Geheimnis wäre.

"Tja.", sagte sie bedächtig, "Gesagt hat sie's nicht, aber sie klang eigentlich schon sehr interessiert. Und ich glaub',sie ist auch sehr begabt. Und nicht nur beim Tanzen. Sie schreibt und singt, glaube ich, privat auch viel, aber ihr Interesse liegt auf Bildhauerei, Skulpturen und Plastiken, und so was."

Bianka zuckte mit den Schultern.

"Wusste ich gar nicht.", sagte sie, nachdenklich "Aber letztlich kenn' ich sie auch kaum."

Tina nickte.

"Das meinte ich ja.", sagte sie mit einem Seitenblick zu Margo, die sich jetzt aufs zuhören verlegt hatte, "sie ist echt unaufdringlich und überhaupt nicht oberflächlich."

Doch Margo lächelte nur jovial über diese heimliche Anklage.

"Ausnahmen bestätigen die Regel.", sagte sie und grinste, "und wenn sie so cool drauf ist, kannst du sie ja mal mitbringen."

"Ich glaube nicht, dass das hier ihr Ding wäre.", sagte Tina jedoch nur, während Bianka Margo einen scherzhaft strafenden Blick zuwarf.

"Nicht ihr Ding?", fragte Margo zurück und zog eine Augenbraue hoch.

"Du weißt, was ich meine."

Margo schüttelte den Kopf.

"Sie hat was gegen Lesben oder Angst, sich mit denen sehen zu lassen."

"Nein.", sagte Tina schnell und zuckte hilflos mit den Schultern, "Es ist nur … "

Sie brach ab und schaute hoch, als sie plötzlich aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Es war Cat, die blonde Barfrau, die mit einen Tablett voller Gläser auf sie zu kam.

"Lasst euch nicht stören.", sagte sie mit einem Grinsen und begann Gläser von dem Tablett auf den Tisch zu stellen."

"Danke, ich hab' schon genug.", begann Tina, doch wurde erneut unterbrochen.

"Alles ok.", sagte Cat lächelnd mit einem Blick auf das blaue Glas, dass sie vor Tina hinstellte, "Der erste Abend geht für unsere Novizinnen immer komplett aufs Haus."

"Hm.", machte Tina nur und schaute kritisch auf das volle Glas.

"Tut mir Leid.", warf Bianka von der Seite ein, "Ich hab' einfach bestellt, als ich reinkam. Schmeckt er dir nicht?"

"D-doch. Schon.", sagte Tina mit einem verlegenen Lächeln, "Aber ich krieg' immer so krasse Kopfschmerzen, wenn ich zu viel trinke."

"Zwei Blues sind doch nicht viel.", sagte Cat dazu und lachte, während sie Lena, ohne sie anzusehen, ein großes Glas mit einer klaren Flüssigkeit hinstellte, wozu das Mädchen leise Danke sagte.

"Der zieht aber ganz schön rein.", warf Tina ein und schaute neidisch zu Lena, die sofort an ihrem Glas, dessen Inhalt wie Wasser aussah, zu nippen begann.

Ihr fiel auf, dass das Mädchen seit sie hier, war nicht ein einziges Wort gesagt hatte und sie fragte sich kurz, wie sie mit diesem zurüchaltenden Naturell zu ihrem etwas schrägen Outfit passte.

"Macht der Gewohnheit.", hörte sie dann Margo sagen und sah sie das kleine ihr hingestellte Glas in einem Zug austrinken, "Noch einen, Honey."

Cat lachte und schaute in die Runde.

"Ladies.", sagte sie und ging zurück zur Bar, um sich um eine Gruppe Neuankömmlinge zu kümmern.

"Heute richtig voll hier.", sagte Bianka und grinste, "Sieht aus wie Touristen."

Tina folgte ihrem Blick zur Bar und hörte jetzt englische Sprachfetzen. Sie kamen von einer Mittzwanzigerin mit dunklem Teint und bis auf drei Millimeter kurz geschorenen schwarzen Haaren, die neben einer gut einem Kopf kleineren jungen Frau mit schulterlangem Haar stand. Die beiden lachten und waren offensichtlich angetrunken. Aber obwohl die größere eindeutig hierher passte, machte die kleine und jüngere den Eindruck, als wenn sie nur durch Zufall hierhergeraten wäre und wirkte trotz ihrer oberflächlichen Gelöstheit irgendwie deplatziert und unsicher, weswegen sie sich auch dicht an ihre Begleiterin hielt.

Trotzdem war Tina irgendwie froh, dass statt der eher gediegenen Klientel jetzt einmal jüngere Leute in einem eher legeren Stil gekommen waren und schaute interessiert zu den beiden herüber, die jetzt in einen kleinen fröhlichen Disput zu geraten schienen, wobei die kleinere wild mit dem Kopf schüttelte. Doch die große schien unbeirrt und sagte etwas zu Cat, die nur grinste und dann ein Gerät hinter ihr bediente.

Die Musik wurde lauter und man sah, wie die große ihre kleine leicht widerstrebende Begleiterin lachend auf die Tanzfläche vor der Bühne zog.

"Alle Achtung.", hörte Tina jemand sagen und drehte sich zu Margo um, die anerkennend und mit glänzenden Augen nickte, "Ich frag' mich wie sie das immer macht."

"Wer?", entfuhr es Tina wider Willen, während sie den beiden ungleichen tanzenden jungen Frauen zusah.

"Das ist Trisha.", erklärte die jetzt leicht angetrunkene Margo, "Sie legt immer Freitags und Sonnabends im Temple auf und vorher reißt sie jedes Mal jemand auf."

"Hmh.", entfuhr es Tina leicht ungläubig und sie blickte zu der kurzhaarigen, die jetzt immer näher an die schüchterne Kleine herantanzte.

"Doch.", sagte Margo und nickte, "sie meint, sie braucht die Schwingungen, wenn sie auflegt."

"Ok.", sagte Tina und lachte verlegen.

"Und wenn sie mal keine findet?", warf jetzt Bianka von der Seite ein und machte ein fragendes Gesicht, doch Margo schüttelte nur den Kopf.

"Klappt immer. Seit zwei Jahren ist sie in Berlin und ich hab' sie noch nie ohne was gesehen."

Bianka lachte.

"So groß ist die Szene doch gar nicht.", sagte sie dann, "Scheint, dass sie da ganz schön in unbefahrenen Gewässern wildert.

Margo zuckte mit den Schultern.

"Es gibts nichts langweiligeres als die Szene."

Tina fragte sich wovon sie redete.

"Szene?", fragte sie und errötete etwas.

Margo grinste.

"BDSM-Szene, sie steht auf Bondage und so was. Schlimm?"

Und so was, dachte Tina nur und ihr wurde heiß, als sie zu der jungen Frau herüber sah, die dort vermutlich noch nicht wusste, wie die mysteriös lächelnde Ältere ihr gegenüber drauf war. Trotzdem tat Tina so, als wäre es ihr egal und zuckte mit den Schultern.

"Keine Ahnung.", sagte sie unsicher, "Wenn beide so was wollen."

"Vernünftige Einstellung.", kommentierte Margo und schnalzte mit der Zunge, "Worauf stehst du so?"

Tina schluckte. Die Frage traf sie völlig unvorbereitet und sie wurde trotz des Alkohols tiefrot, so dass Bianka und Margo zu lachen begannen.

"Süß.", sagte letztere, bevor sie wieder ernst wurde, "Aber sag mal."

"I-ich ...", stotterte Tina und wusste nicht mehr weiter.

Sie wollte eigentlich am liebsten verschwinden, doch Margo rückte nur etwas näher an die 23jährige heran und schaute ihr genau in die Augen.

"Sag!", sagte sie drängend und presste wie unabsichtlich ihren kräftigen Oberschenkel gegen Tinas, "Was ist es? Ein harter Schwanz im Arsch, Titten, Möse?"

"Margo ...", unterbrach sie Bianka vorwurfsvoll, doch die andere ließ sich nicht stören.

"Lass sie doch antworten.", sagte sie und drehte sich wieder zu Tina, "Schon mal Pussy geleckt."

Tina wurde rot und dachte an Jane und wozu sie Miss Moore manipuliert hatte, doch zum Glück schien Margo ihr Beschämen als Nein zu deuten.

"Musst du mal probieren.", sagte sie anzüglich grinsend und spreizte etwas ihre Beine, so dass Tina schnell den Kopf schüttelte.

"Ich ...", sagte sie, doch erneut schnitt sie Margo ab.

"Is' ja auch egal, aber unabhängig davon, sag' mal, wie du's magst Prinzessin.", bohrte sie weiter, "Hart oder Blümchensex? Ich wette, du brauchst es hart von hinten. Dass du passiv bist, sieht man ja."

"Sicher nicht.", brachte Tina nach einer kurzen Schocksekunde heraus und schaute angewidert zur Seite.

Doch Margo lachte nur laut auf und klopfte sich heftig auf den Schenkel, dass der ganze Tisch wackelte. Dann zeigte sie zu der älteren Türkin mit dem blonden süßen Teeniemädchen, welches jetzt wieder wild von der anderen geküsst wurde.

"Als Aishe den kleine Fickhasen dort vor zwei Jahren das erste Mal anschleppte, hat sie geheult und geschrien.", sagte sie und grinste weit, "Jetzt muss sie rund um die Uhr einen Gürtel mit Plug und Dildo tragen. Und ist ganz brav."

Sie schien sich gar nicht beruhigen zu können vor lachen und begann immer mehr Sauereien zu erzählen über die anwesenden Gäste zu erzählen. Besonders die beiden Arzthelferinnen, die sich ihrerseits über die lesbischen Gäste zu amüsieren schienen, hatten es ihr angetan und sie ließ eine schmutzige Bemerkung nach der nächsten ab. Immer wieder klopfte sie dabei sich und auch Tina heftig auf den Schenkel, dass diese jedesmal schmerzerfüllt zusammenzuckte.

Es war absolut irre, dachte die junge Frau dabei resigniert in ihrem alkoholumnebelten Gehirn und blickte zu der Türkin und der schmalen Blonden. Vor zwei Jahren konnte das Mädchen kaum Vierzehn gewesen sein und der Gedanke, dass es freiwillig eine Art Sadomasobeziehung mit dieser pervesen, alten und nicht besonders ansehnlichen Frau angefangen haben sollte, war kaum zu fassen und sie fragte sich, was das hier nur für ein Ort war.

Sie schaute sich unglücklich um, ob sie irgendjemand normales sah, doch selbst die beiden Arzthelferinnen schienen jetzt mit ein paar älteren deutlich als Lesben erkennbaren kurzhaarigen Frauen in Lederkutten in ein Gespräch verwickelt zu sein.

Man sah jedoch, dass die beiden genervt waren und besonders eine schlanke leicht eingeschüchtert wirkende Rothaarige, unter deren T-Shirt sich jetzt ein kleiner Babybauch abzeichnete, schaute immer wieder auf die Uhr. Ihre blonde etwas kühler und mutiger scheinende Freundin jedoch schien noch ihren Blue Novice-Drink austrinken zu wollen und war gerade dabei, eine der älteren Lesben über irgendetwas zu belehren. Sehr arrogant wirkend fuhr sie mit der Hand immer wieder durch die Luft.

Diese ertrug jedoch alles scheinbar gleichmütig und warf nur mysteriöse Seitenblicke zu dem Alkoven neben ihnen, wo das Mädchen, dass Margo vorhin als Mia vorgestellt hatte, von ihren Begleiterinnen immer wieder betatscht und befummelt wurde.

Genauso wie Tina selbst von Margo. Erst nur etwas und wie zufällig bei den ganzen Schenkelklopfern, doch mittlerweile ruhte die große Hand wie festgeschweißt auf Tinas Schenkel, wo sie scheinbar geistesabwesend leichte massierende Bewegungen vollführte.

Tina hatte sie immer wieder wegzuschieben versucht, doch die Bodybuilderin war zu stark und der mittlerweile dritte Drink tat sein übriges. Zum Glück schien die aufgeheizte Stimmung Margo jedoch zu schafffen zu machen, denn sie stöhnte plötzlich auf.

"Man!", stieß sie ungeniert laut hervor, "Diese beiden notgeilen Arztfotzen machen mich fertig. Die rothaarige hat voll die geilen Kuheuter."

Bianka grinste.

"Lässt sich schön mit spielen.", sagte sie und Margo nickte.

"Kann man geil abbinden.", entfuhr es ihr und sie blickte schamlos in Tinas Ausschnitt, "Aber deine sind geiler. Was hast du D oder noch C?"

Tina schüttelte entsetzt den Kopf.

"C.", sagte Bianka jetzt und griff an Lenas Brüste, dass die junge Frau aufquieckend zusammenfuhr, "Die beiden hübschen haben die gleiche Größe."

Tina wurde sauer.

"Redet über was anderes.", sagte sie ärgerlich und Margo zuckte mit den Schultern.

Sie blickte wieder zu der schwangeren Rothaarigen und leckte sich mit der Zungenspitze über die Lippen.

"Wenn ich die jetzt unter mir hätte, könnte sie was erleben. Schön die niedliche Mädchenrosette aufgebohrt", sagte sie böse grinend und schaute zu Bianka, "Meinst du?"

"Frag doch.", sagte diese und zwinkerte Tina zu, "Sonst schnappen sich Elsa und ihre Freunde die beiden Schlampen."

Es war normalerweise ein unverzeichlicher Ausdruck, doch Tina war zu fertig, um zu protestieren und schüttelte nur leise den Kopf. Sie wollte nach Hause, aber ihr Verstand war wie gelähmt und sie wusste nicht, was sie tun sollte.

Doch Margo stand jetzt auf und nickte.

"Schaun' mer mal.", sagte sie Beckenbauer imitierend und lachte.

Dann ging sie breitbeinig zu dem Tisch mit den Arzthelferinnen herüber, während Tina ihr nur erleichtert hinterherstarrte.

"Sie ist nicht so schlimm.", sagte Bianka, die ihren Gesichtsausdruck sah, "Nur etwas prollig. Und sie steht voll auf dich."

"Bloss nicht.", platzte Tina heraus und die andere lachte.

"Glaub mir.", sagte sie dann, "Ihr würdet ein hübsches Paar abgeben. Aber Vorsicht, Margo und ihre Partnerin fordern viel und sind rau."

Mit Margo, dieser herben muskelbepackten Frau, und, ihrer Partnerin in einer Hardcorebeziehung. Tina wollte noch nicht einmal daran denken und schüttelte den Kopf.

"Ich bin nicht ...", begann sie entsetzt, als Bianka laut auflachte.

"Gut gelogen.", sagte sie und schaute Tina arglos an, "Eben gerade."

"W-was??"

Bianka lachte.

"Daß du noch Pussyjungfrau bist.", sagte sie dann und machte ein Vulvazeichen mit der Hand.

"Aber ich ..."

"... lasse mich von meiner Englischlehrerin Christina Moore vögeln.", ergänzte Bianka süffisant und lachte bei Tinas erschrockenem Gesicht laut auf, bevor sie wieder ernst wurde, "Sag Margo nicht die Wahrheit. Wenn sie merkt, dass du sie angelogen hast, nimmt sie dich sich vor."

Tina nickte stumm und verkniff sich jede weiteren Ausflüchte. Innerlich begann ihr jedoch dicker Angstschweiß über den Rücken zu rinnen und sie fragte sich panisch, ob die furchtbare Episode mit ihrer Englischlehrerin wirklich so offensichtlich oder sogar bekannt war.

"Das ist alles ...", stammelte sie, doch Bianka hob nur begütigend die Hand.

"Sag jetzt nichts.", sagte sie mit einem Seitenblick, "Sie kommt zurück."

Tina nickte hastig, als sie das geile Gesicht der Bodybuilderin sah.

"Scheiße.", sagte sie und drehte sich kurz um, "Das sind vielleicht zwei geile Fotzen!"

"Was war denn?", fragte Bianka neugierig.

"Die Blonde Fotze da, Marleen, ist ein arrogantes Stück.", sagte sie, "Sie hat mich doch tatsächlich gefragt, ob ich die hässliche Schwester von Popeye bin. Na ja, sie wird schon sehen, was sie davon hat, aber die Rothaarige ist absolut heiß. Heißt Leah und ist total schüchtern ohne ihre Schlampenfreundin. Übrigens im vierten Monat schwanger mit einem Mädchen. Aber das Beste ist, der verantwortungsvolle Papa, irgend so ein Model-Schönling, ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden."

Bianka grinste.

"Da braucht sie doch jemand, der sich um ihre speziellen Bedürfnisse kümmert."

"Ja." sagte Margo genüsslich und machte eine Fistinggeste und leckte sich erneut mit der Zunge über die Lippen, "Um ihre Löcher."

"Wie alt sind die beiden eigentlich?"

"Leah ist 17, Marleen 22. sie arbeiten beide im Universitätsklinikum und wollten wohl heute ihren letzten Arbeitstag vor dem Urlaub feiern."

"Da haben sie sich ja den perfekten Ort ausgesucht."

"Jepp.", sagte Margo, "Mal sehen, was da noch geht. Ich wette, dass sind zwei richtige Analsäue. Richtig abgerichtet hast du da bald zwei richtig arschgeile Fickschweine."

Margos Ausdrücke waren einfach nur noch widerlich, dachte Tina und sie fragte sich trübe auf den seltsamen Drink blickend, warum sie nicht einfach ging. Die beiden anderen unterhielten sich völlig ungeniert, als sie plötzlich einen furchtbaren Druck in ihrer Blase spürte.

Wie aus heiterem Himmel, aber wahrscheinlich als Reaktion auf Biankas Vorhalt ihrer Beziehung mit Miss Moore, musste sie nach den Drinks wie verrückt.

"Lasst ihr mich durch bitte?", sagte sie leise und rutschte aus der Bank, bevor Margo sich wieder hinsetzen konnte, "Ich muss mal."

"Na klar.", sagte Margo schnell, "Da komm ich gleich mit. Da kann ich's dir geich zeigen."

Für einen Moment hielt Tina inne. Mit Margo auf Toilette zu gehen war das letzte, was sie wollte, doch sie wusste, dass sie es nicht mehr lange aushalten würde. Sie nickte hilflos und folgte dann Margo zu einer verdeckten Tür am hinteren Rand der Tanzfläche, die mittlerweile gut gefüllt war. Tina blickte noch einmal zu den Alkoven und sah, dass die blonde Arzthelferin jetzt ärgerlich mit den älteren Lesben in den Lederjacken diskutierte und dann in Richtung der Bar winkte.

Es schien, dass sie die Schnauze voll hatten und Tina verzog den Mund. Sie wollte auch weg und jeder normaler Mensch, der noch hierblieb war ihr Recht. Doch dann schob sie Margo schon in die erstaunlich geräumige und weiß gefliesste Toilette hinein.

Man sah rechts die Toiletten und links ein paar massive Marmorwaschbecken, wo Tina peinlich berührt die glatzköpfige DJ-Frau, Trisha, mit ihrer jüngeren Begleitung und noch ein paar weiteren Frauen sah, die um sie herumstanden, sich jetzt jedoch obszön grinsend zu Margo und Tina umdrehten.

Dabei erkannte sie, dass die anderen der jungen Frau die Hose heruntergezogen hatten und sie mit bloßen Schritt dastand und jetzt ängstlich und fast flehend zu Tina herüberblickte. Doch Trisha stellte sich bereits zwischen sie und die anderen bildeten einen Kreis um die junge Frau, von der man jetzt leise bettelnde Worte hörte.

Aber Tina wusste, dass sie nichts tun konnte und rannte in die nächstbeste Toilette, die zu ihrem Schrecken jedoch nicht abgeschlossen werden konnte. Sie fragte sich, was das sollte und blickte sich um. Alles sah seltsam aus und über ihr hingen zwei Ledergurte von der Decke und man sah überall komische Haken an den Seiten, Gummischläuche, Metallstangen, sowie neben einem kleinen Schränkchen eine merkwürdige Metallklappe am Boden hinter der Toilette. Wie eine Hundeklappe, dachte Tina irritiert, als die Tür aufging und Margo hereinkam und sie widerstrebend hinauszog.

"Nein.", sagte Margo dabei, "Nicht hier rein, diese Kabine heißt, dass du zu haben und passiv bist."

"Zu haben?"

"Ja, oder willst du, dass dich die Lederschwestern da draußen heute nacht kaputtficken?"

Tina schluckte und vergaß sogar den leicht schmerzenden Griff der Bodybuilderin.

"Was?", entfuhr es ihr mit schreckgeweiteten Augen und sie erkannte, dass zwei der anderen Lesben, davon eine mit einer nietenbesetzten Lederweste, bereits auf sie zugekommen waren, bei Margos Anblick jedoch stehen blieben.

"Deine?", fragte die eine Margo provozierend, die aber nur grinste.

"Wer weiß.", sagte sie.

Tina rannte derweil schnell in die nächste Toilette. Sie schlug die Tür von innen zu und riß sich die Hose herunter. Dann setzte sie sich auf die Brille und stellte dabei ihren Fuß vor die Tür, dass niemand die Tür aufbekam. Keine Sekunde zu früh, denn sofort schoß ein schmerzhaft scharfer Strahl aus ihrer Harnröhre in die Schüssel. Sie fürchtete dabei, dass jederzeit jemand hinein kommen würde, doch niemand kam und sie wischte sich schnell die Urinspuren ab.

Dann zog sie sich wieder an und trat vorsichtig hinaus, wo Margo bereits auf sie wartete. Tina wollte einfach nur noch weg, als sie sah, was mit dem Mädchen passiert war. Die anderen hatten ihr die Hose und Unterwäsche jetzt völlig ausgezogen und sie über eines der Waschbecken gebeugt, wo einer der älteren Frauen sie mit einem Griff an den Hals fixierte, während hinter ihr jetzt Trisha mit einem kleinen Dildo stand.

Es sah nicht freiwillig aus, doch Tina war schon viel zu trieselig im Kopf, um noch viel zu empfinden und lief wie mechanisch an der Gruppe vorbei zur Tür, die jetzt aufging. Tina blieb kurz stehen und sah die blonde Arzthelferin namens Marleen hereinkommen. Sie hielt inne und blickte zu Trisha und den anderen, konnte von dort jedoch die Zwangslage nicht erkennen und schüttelte verächtlich den Kopf.

"Maaannnn, was für Nutten.", entfuhr es ihr abfällig und sie blickte zu Tina, "Das ist der absolut abgefuckteste Sauladen, in dem ich jemals gewesen bin. Du solltest machen, dass du hier rauskommst."

Sie lief auf die Kabine zu, in der Tina zuerst gewesen war und Tina schluckte. Sie wollte Marleen warnen, als sie plötzlich Margos Hand in ihrem Nacken spürte.

"Ich hab dir gerade die anale Jungfräulichkeit gerettet, aber dieser arroganten intoleranten Schlampe da helfe ich nicht.", sagte sie leise und schob Tina Richtung Ausgang.

Doch Tina blickte sich noch einmal um und sah jetzt wie die zwei Lesben, die eben schon auf sie zugekommen waren, jetzt zu der Blonden liefen.

"Ehhh.", rief diese und wollte schnell die Tür zumachen, als ihr Mund plötzlich offenblieb.

Sie sah, wie Trisha ihrer jungen Begleitung den Dildo jetzt zwischen die Beine schob und auch das ängstliche, weinerliche Gesicht der jungen Frau. Sie begriff, dass hier etwas krasses vorging, als die beiden Lesben auch schon zu ihr hineinstürzten. Sie verschwanden aus Tinas Blickfeld und man hörte dumpfe Rufe, doch dann zog Margo Tina auch schon aus der Toilette.

"Komm.", sagte sie kalt und zog Tina weiter hinter sich her, "Die miese Fotze kriegt jetzt was sie verdient."

Tina blickte noch einmal zu der Toilette, wo jetzt eine der Frauen herauskam und sich dann mit verschränkten Armen demonstrativ neben die Tür stellte. Die Botschaft war klar. Niemand sollte dort jetzt stören und Tina blickte unwillkürlich zu der schwangeren Rothaarigen, die nervös, fast ängstlich, mit ihrem Handy in der Hand neben ihrem Tisch wartete und von dort Richtung Toilette starrte.

Aber dann war Tina auch schon an ihrem Alkoven angelangt, wo Bianka und Lena eng umschlungen küssten.

"Ich will gehen.", sagte Tina leise, doch Margo schüttelte nur den Kopf.

"Ist schon nach zehn.", sagte sie gelangweilt und blickte kurz zur Tür, "Da schließt Cat ab."

Tina sah jetzt auch Bors, den schrecklichen Hund, vor der Tür liegen und sie erschauerte. Sie kam hier einfach nicht mehr raus und ließ sich widerstandslos von Margo zurück auf die Bank schieben, wo sie sah, dass Bianka Lena ihr Korsett aufgemacht hatte.

Tina sah jetzt ein schwarzes Lederhalsband um ihren Hals und zu ihrem Schreck auch Lenas Brüste, die von Bianka sanft massiert wurden. Normalerweise wäre sie gegangen, aber sie merkte mit ihrem letzten Restverstand, wie betrunken sie die Drinks gemacht hatten.

Sie war völlig dicht und dann kippte sie um.

...

Als sie wieder aufwachte, sah sie eine weitere, sehr attraktive, aber auch ungeheuer trainierte Frau Mitte zwanzig mit einem weißblondierten streichholzlangen Pixiehaarschnitt am Tisch sitzen. Es war noch enger als vorhin und Tina bemerkte Margos schwere feuchtwarme Hand auf ihrem Oberschenkel, war jedoch zu erschöpft, um etwas dagegen zu tun.

Margo saß zudem zu der superathletischen Frau mit dem Pixiehaarschnitt gewandt, während Tina rechts von ihr jetzt Bianka und Lena intensiv stöhnend küssen sah. Bianka fingerte die jüngere offenkundig hart, denn es mischten sich immer wieder kleine Schmerzlaute in das Stöhnen.

"Hey!", rief Margo plötzlich lachend und zwickte Tina leicht schmerzhaft ins Bein, "Schneewittchen ist aufgewacht."

Die andere Frau lachte ebenfalls und schaute zur Seite.

"Die Neuen scheinen Cats Blues überhaupt nicht mehr zu vertragen.", sagte sie mit heftigem amerikanischen Akzent, "Was ist los hier bei euch?"

Sie beugte sich grinsend vor und zog etwas, als Tina hinter ihrem Dunstschleier bemerkte, dass zwischen der Blonden und Margo noch einen schmale Gestalt saß, von der man jedoch nur zwei lange nackte schlanke Beine in kurzen Söckchen und Turnschuhen und den Ansatz einer blauen abgeschnittenen Jeansshorts sah.

"Darf ich vorstellen.", gröhlte Margo, die schon völlig betrunken war, "Das ist Samantha, Sam, meine bessere Hälfte, wenn es das Training zulässt und sie aus den Staaten herüberkommt und ihre zukünftige Freundin Miss Luposzek."

"Maja! Hab sie in der Nähe der Stuttgarter aufgelesen.", sagte die als Sam vorgestellte mit gespieltem Vorwurf und zog ein ebenfalls völlig betrunkenes blondes hübsches Mädchen mit einem weißen Fußball-T-shirt nach vorn und küsste es gierig auf den Mund.

Die beiden Bodybuilderinnen schienen eine recht unkonventionelle und offene Beziehung zu führen. Doch was Tina fiel mehr entsetzte war, dass Maja kaum älter als 15 war. Sie sah schockiert, wie das Mädchen versuchte jetzt gegen den Zug der starken Frau gegenzudrücken. Doch Sam war viel zu stark und man sah, wie sie wild ihre Zunge tief in dem Rachen des jungen, leicht aufstöhnenden Mädchens herumfahren ließ.

"Sam ist Gewichtheberin in der amerikanischen Nationalmannschaft.", grinste Margo fasziniert und schaute lüstern zu ihrer Partnerin.

Gleichzeitig begann Sam, ihre rechte Hand auf den Schritt des Mädchens zu legen und leicht mit der flachen Hand zu massieren. Ganz gegen Tinas Willen, erregte sie der Anblick und sie spürte ein elektrisches Kribbeln in ihrem Schritt und auch wieder den Druck von Margos großer Hand auf ihrem Oberschenkel, die dort jetzt ebenfalls leise kreisende Bewegungen vollführte.

"N-nich bitte ...", stammelte Tina leise, doch Margo schaute ihr nur tief in die Augen und massierte grinsend weiter.

Wie ein von einer Schlange hypnotisiertes Kaninchen saß Tina da und konnte nicht weg, so gern sie es auch gewollt hätte. Alles verschwamm plötzlich vor ihren Augen und sie schaute ängstlich durch den Raum.

Sie sah die hübsche schwangere Arzhelferin mit dem Handy in der Hand wild gestikulierend und mit deutlich verzweifeltem Gesichtsausdruck vor der verschlossenen Tür der Bar stehen, während um sie herum mehrere mindestens doppelt so alte Frauen verschiedener Nationalität amüsiert lächelnd auf sie einredeten.

Es war klar, dass die junge Blonde merkte, dass der Laden nicht normal war und hier raus wollte. Immer wieder blickte sie sich hilflos im Raum um, doch die anderen Frauen störte es nicht. Sie hatten sie praktisch umstellt und eine nahm sie jetzt scheinbar tröstend in den Arm.

Die Blonde rangelte sich frei, doch die anderen griffen jetzt ebenfalls vorsichtig, aber fest zu und führten die zappelnde Blonde zu einem der Alkoven. Eingezwängt zwischen die anderen saß sie schließlich zitternd mit ihrem offensichtlich nicht funktionierenden Handy in den Händen da und begann zu schluchzen.

Man sah Cat, die Barkeeperin, belustigt herüberblicken und dann dem großen entsetzlichen Hund ein Stück Fleisch hinwerfen. Es war symbolisch, denn genauso fühlte sich Tina unter Margos kraulenden immer höher zu ihrem Schritt wandernden Bewegungen ebenfalls. Wie ein Stück Fleisch.

"W-was m-machen die da?", fragte sie schwach, doch Margo lächelte wieder nur, doch dann beugte sie sich vor Tinas Gesicht und begann sie zu küssen.

Es stank nach Alkohol und Zigarettenrauch und Tina wollte sie wegdrücken, aber Margo war viel stärker und sie war wie gelähmt von den Drinks.

"Du machst mich so scharf.", flüsterte Margo wild in Tinas Ohr und begann an ihrem Ohrläppchen zu knabbern und ihren ach so empfindlichen Hals zu küssen.

Tina wurde knallrot und stöhnte auf und plötzlich waren Margos Hände überall. Auf ihren Oberschenkeln, ihren Armen, ihrem Bauch, ihren vollen Brüsten und schließlich ihrem Schritt. Keuchend stieß Tina sie nach einigen wie besinnungslosen Sekunden jedoch weg.

"Bitte.", sagte sie kläglich stöhnend, "Ich kann nicht. Ich will nicht ... will gehen."

Sie versuchte aufzustehen, doch Margo zog sie ohne Mühe zurück auf den Platz.

"Schhhhhh, du bleibst!", flüserte sie erregt und schaute lüstern zu Sam, deren Hand jetzt im Schritt des jetzt abgehackt hechelnden Mädchens verschwunden war, "Was hältst du von einem Vierer?"

"Wah ...!?", entfuhr es Tina und auch Bianka ließ jetzt kurz von Lena ab.

"Übertreibs nicht.", sagte sie säuerlich und schaute tadelnd zu Margo, die nur mit den Schultern zuckte.

"Willst sie wohl für dich alleine haben?"

Die beiden Frauen begannen kurz zu diskutieren, wovon Tina wieder nur die Hälfte in ihrem Zustand mitbekam. Sie konnte nicht glauben, dass diese Lesben es auf sie abgesehen haben sollten und versuchte jetzt unter dem Tisch nach draußen zu kommen. Wieder zog sie Margo hervor und küsste sie erneut auf dem Mund. Tina machte mit wider Willen und versuchte Margos fleischige Zunge, die ihr über Kiefer und Gaumen fuhr, aus ihrem Mund zu drücken.

Aber sie schaffte es einfach nicht und Verzweiflung machte sich in ihr breit, während sie gleichzeitig nicht verstand, wie das ganze sie erregen konnte.

"Bitte lass mich gehen.", flehte sie leise.

"Ich will mit dir schlafen Süße.", presste sie erregt heraus und begann erneut Tina am ganzen Leib zu befummeln, "Ich will dich. Ficken. Hart! Hörst du?"

"Ich .."

"Hörst du?!"

"Ja.", wimmerte Tina kläglich und blickte voller Scham zu Maja, die jetzt ebenfalls mit angstvollem Blick zu ihr starrte.

Die 15jährige schien wieder etwas nüchtern zu sein und man merkte, dass sie kurz davor war zu heulen. In einer Lesbenbar gefingert zu werden, war sicherlich das letzte an was sie gedacht hatte, bevor sie vermutlich auf der Suche nach einer Party losgezogen war, dachte Tina seltsam distanziert und drückte Margo weg, die frustriert aufstöhnte, dann aber von ihr abließ.

"Scheiße! Ich will dich ficken.", sagte sie, lächelte dann jedoch, "Na gut Süße. Ich kann warten, aber je länger du mich warten lässt, um so härter wird's. Also warte nicht zu lang. Ich krieg, was ich will."

Man sah, dass Bianka ärgerlich etwas sagen wollte, doch Margo drehte sich abrupt weg und griff fest nach Majas schönen Teenagerbrüsten, dass das junge Mädchen aufquieckte. Das Geräusch erstarb jedoch als Margo dem Mädchen ihren Mund auf die bebenden Lippen presste und ihre die Zunge hin den Rachen schob.

Tina wollte Maja irgendwie helfen, doch plötzlich wurde ihr wieder schlecht und das letzte bevor sie wieder wegsackte war, dass Bianka einen weiteren Blue Novice für sie bestellte und Margo irgendwie verräterisch zunickte.

Als Tina aufwachte, ging es ihr etwas besser, obwohl ihr ein Blick auf den Tisch mit dem fast leeren Glas zeigte, dass sie mindestens einen weiteren Blue Novice getrunken hatte. Sam und Margo waren jedoch mit dem Mädchen verschwunden und.

"Danke.", murmelte Tina nur leise und schaute zu Bianka, die zwar ihre Hand im Schritt von Lena hatte, sie aber nicht weiter zu masturbieren schien, "Sind sie weg?"

"Die schieben jetzt einen Dreier.", sagte Bianka grinsend und vollführte irgendeine Bewegung mit ihrer Hand, die Lena leicht gequält aufstöhnen ließ, "Keine Angst. Du bist sicher."

"Die ist voll agressiv.", sagte Tina leise und unterdrückte ein Gähnen.

"Margo fährt eben voll auf dich ab."

"Ich bin nicht lesbisch! Und auf so eine harte Tour stehe ich gar nicht."

Bianka blickte amüsiert, zuckte dann aber mit den Schultern.

"Man muss es ausprobieren, um zu wissen, ob man oben oder unten ist."

"Tut mir Leid, das brauch' ich nicht", sagte Tina immer noch benebelt, als ihr auf einmal die Sache im WC wieder einfiel, "Was war den mit den beiden Arzthelferinnen!? Die eine war ..."

"Keine Panik.", unterbrach Bianka sie lachend, "Das sind Szenemädchen, die öfters herkommen und auf diesen harten Kram stehen. Nennt sich Vergewaltigungsfantasien. Hier kommt keiner her, der das nicht will. Tut mir Leid, dass du nichts davon wusstest. Aber kennst du sowas nicht?"

Tina schluckte.

"Mal so was von gar nicht.", entfuhr es ihr und sie blickte skeptisch zur Toilettentür.

Es hatte alles total echt gewirkt, aber die Frau, die dort vorhin so etwas wie Wache gestanden hatte, war verschwunden und sie blickte zurück zu Bianka und Lena, wo ihr Blick auf deren Halsband fiel.

"Und das ist echt euer Ding?"

Lena sagte nichts. Sie schaute stumm und irgendwie verlegen auf die Tischplatte und es war Bianka, die antwortete.

"Absolut.", sagte sie und schaute zu der etwas zehn Meter entfernten Bühne mit dem roten Vorhang, "In 5 Minuten kommt Blue Girl mit ihrer Trainerin. Eine tolle Show. Außerdem gibt's einen Überraschungsgast, der deine Zweifel beseitigen sollte."

Tina hatte keine Ahnung, wovon Bianka redete und schaute durch den Raum und zum Ausgang. Cat stand rauchend an der Theke und redete mit einer älteren Frau, aber sonst schienen etliche Gäste gegangen zu sein. Auch die Türkin mit dem jungen blonden Mädchen war fort.

"Einige Mädchen sind noch voll jung.", sagte sie irritiert, "Dass die sowas mitmachen."

Bianka zuckte erneut nur mit den Schultern.

"Ab 14 ist legal.", sagte sie, "Ich hab mit 13 gewusst, dass ich dominant bin. Warum sollten andere nicht mit 14 wissen, dass sie Subs sind."

Tina musste an Jane denken und wurde rot.

Sie zuckte hilflos mit den Schultern und schaute erneut zu dem jetzt leeren Alkoven, wo die Türkin gesessen hatte.

"Ich find's trotzdem nicht ok.", sagte sie, "Mit 14 weiß man doch noch nichts und sich da auf eine viel ältere Frau einzulassen, ist doch seltsam."

"Worauf soll Frau warten?", sagte Bianka grinsend, "Auf die Erlaubnis vom Papst? Sex ist Freiheit. Für andere das Gegenteil. Das soll jeder für sich entscheiden. Wer sagt, dass eine Frau, die auf jüngere steht, sich zurücknehmen soll, kann auch von einem Schwulen verlangen, sich zu verstellen. Ich finde das falsch. Es ist nichts schlechtes an Sex."

Sie prostete Tina zu und notgedrungen trank Tina ebenfalls. Sie bereute es fast sofort, aber der Drink war trotz seiner hammerharten Wirkung einfach zu lecker und machte regelrecht süchtig nach mehr.

"Ich weiß nicht.", sagte sie leise und ihr wurde bereits wieder trieselig, als plötzlich der Vorhang aufging und die Bühne und der ganze Saal bis auf ein schwaches gelbes Seitenlicht abgedunkelt wurde.

Eine atemberaubend attraktive, aber geradezu krankhaft blasse Frau mit roten Haaren in einem schwarzen Businesskostüm trat hervor und musterte das Publikum. Ihr Blick bohrte regelrecht und Tina schaute verlegen errötend zur Seite, als die Frau sie anschaute.

"Nicht so schüchtern.", sagte Bianka leise grinsend, "Das ist Fiona. Eine echte heißblütige Italienierin. Wenn du weiter so wie ein niedliches kleines Kuscheltierchen tust, denkt sie, dass du zu haben bist. Oder willst du das etwa?"

Sie lachte und Tina schluckte entsetzt.

"Bloss nicht.", sagte sie und sank etwas in ihrem Sitz zusammen, "Aber was macht sie da jetzt? Sie sagt ja gar nichts."

"Ist eine Ausdrucksveranstaltung ohne Erklärungen.", sagte Bianka und zeigte nach vorn.

Tina sah, dass jetzt eine weitere, irgendwie seltsam laufende, sehr schmale mittelgroße Frau in körperenger cremeblauer Kleidung auf die Bühne kam.

"Das ist Bluegirl oder Thessia. Fiona hat sich von den Asari aus Mass Effect beeinflussen lassen.", flüsterte Bianka zu Tina und man sah, wie sie Lenas Hand nahm und ungeniert in ihren Schritt schob, "Mach's mir ... Fotze, schön langsam."

Tina tat, als ob sie die rüde Beleidigung nicht gehört hätte und starrte nach vorn, als ihr auffiel, dass die Frau in Cremeblau gar keine richtige Kleidung trug. Sie wirkte eher wie in blaues Latex eingegossen und auch ihre Gesichtszüge wirkten seltsam starr und glatt. Nur die blonden Haaren wirkten eigentlich natürlich und jetzt sah Tina auch die furchtbaren, kniehohen Schuhe, die die Frau so merkwürdig, fast schmerzhaft, laufen ließen.

"Das sind Ballettstiefel.", erklärte Bianka, die Tinas Blick bemerkt hatte, "Ihre einzige richtige Kleidung, wenn man es genau nimmt. Dass Halsband mal ausgenommen."

Sie kicherte und Tina schluckte, denn jetzt sah sie auch, die dünne Gliederkette, die von dem Halsband zu der Hand von der Blonden führte. Sie sah auch merkwürdige mMtallkettchen über den Körper laufen, konnte sich jedoch nicht erklären, wo sie herkamen, da sie zu weit weg saß.

Als ihre Augen sich an das Dunkel gewöhnt hatten, kam ihr die Statur der cremeblauen Frau jedoch immer seltsamer vor.

Die langen schlanken Beine mit der großen Lücke dazwischen, die fast bizarr schmale Taille mit den weit vorspringenden Hüftknochen. Zwei etwa zitronengroße schöne Brüste mit den noch typisch abgesetzen Vorhöfen.

Die Frau war nicht dünn.

Es war ein Teenager, vielleicht 15 oder 16 und Tina starrte entsetzt zu Bianka, die jetzt leicht entrückt blickte und sich von Lena weiterhin fingern ließ.

"Die ist doch voll jung!", zischte Tina und wäre am liebsten aufgesprungen.

"Ja und?", sagte Bianka lustvoll.

"Aber ...", sagte Tina, als ihr der Satz im Hals steckenblieb, als sie den Schritt des Mädchen sah.

Sie sah einen dickigen fleischigen Penis und darunter den Hodensack.

"Das ist ein Kerl???", entfuhr es ihr, doch Bianka grinste jetzt breit und bedeutete, Lena innezuhalten.

"Geschlechtsoperation.", sagte sie nur, "Fiona ist Chirurgin und hat am Institut für Pathologie und Anatomie der Uni Heidelberg studiert. Jahrgangsbeste."

"Wer lässt den sowas mit sich machen?!"

"Die Kleine da offensichtlich."

Tina schüttelte fassungslos den Kopf.

"Begreif ich nicht. Wer macht denn nur sowas?", sagte sie, "Sie ist doch immer noch halb Frau!"

"Eigentlich ist sie immer noch ganz Frau.", erklärte Bianka beiläufig, als wäre es die normalste Sache der Welt, "Den Penis hat Fiona im Prinzip aus der Klitoris und Eigenfett aus dem Oberschenkel geformt und die Hoden sind reiner Schmuck aus aufgestülpten Fettgewebe. Hat Fiona zumindest mal so erklärt."

Es klang unglaublich, dass man aus einem hochempfindlichen Kitzler mit seinen tausenden Nervenenden, dieses bestimmt 5 mal 20 Zentimeter lange Gebilde machen konnte, als von der Seite plötzlich Cat mit einem Tablett und weiteren Gläser herüberkam. Tina winkte ab, doch Cat schaute nur fragend zu Bianka die einfach nickte und auf den Tisch zeigte.

"Beim erstem Mal geht's immer auf's Haus.", lachte sie, "Das muss man ausnutzen. Prost!"

Sie griff nach einem kleinen Glas und trank es auf Ex aus, so dass Tina nichts weiter übrig blieb, als ebenfalls einen Schluck von dem für sie bestimmten Blue zu trinken. Wieder spürte sie die unheimliche Wirkung und nahm sich vor, dass es der letzte Drink sein würde.

Doch auf der Bühne tat sich jetzt etwas und man sah Bluegirl zurück hinter den Vorhang tapsen und dann ein großes Gestell mit einer Decke darüber hereinrollen. Man sah deutlich die Konturen eines zappelnden Menschen darunter und Tina wurde übel.

"D-das geht zu w-weit.", lallte sie leicht, starrte jedoch weiter nach vorn, wo jetzt ein kleiner Scheinwerfer anging und Bluegirl besser zu erkennen war, "Oh ..."

Überall sah Tina jetzt mit Schrecken kleine Piercings auf Bluegirls Haut und die kleinen Ketten die alles miteinander verbanden. Die Brustwarzen, der Bauchnabel, die Nase und .... sogar die Penisspitze. Ja selbst unter der Peniswurzel verschwand noch eine Kette zwischen den Pobacken und Tina wollte sich gar nicht vorstellen, wie sie dort befestigt war.

Es war kaum zu fassen und Tina spürte einen kalten Schauer in sich aufsteigen. Die geringste, falsche, unkontrollierte Bewegung und es musste brutal schmerzhaft an allen anderen Piercings reißen.

"So was macht man doch nicht freiwillig.", sagte sie leise den Kopf schüttelnd, doch Bianka hielt hier nur das Glas hin.

"Trink Süße.", sagte sie, "Es gibt hier keinen Zwang, der nicht erwünscht ist. Aber pass auf."

Sie zeigte freudig erregt nach vorn, wo Fiona jetzt kalt lächelnd die Decke von dem Rollgestell riss. Man sah eine nackte rothaarige junge Frau, die mit an die Oberarme gefesselten Unterarmen und ebenso krummgeschlossenen Beinen auf allen Vieren auf ein einfaches, nach vorn etwas herunterkippendes, Gestell geschnallt war.

Die Frau trug eine Art schwarze Zorromaske über dem stark geröteten Gesicht, dass zudem durch einen merkwürdigen Ring in ihrem schönen Mund veranstaltet war, aber Tina erkannte sie sofort an dem runden Babybauch, der hinter einem paar schöner voller Brüste zwischen dem Gestell nach unten hing. Es war Leah, die junge 17jährige Arzthelferin von vorhin, und kräftige Lederriemen, die tief in die seidig glänzende Haut schnitten, hielten sie so in Position, dass ihr schöner weiblicher Po, geradezu obszön, nach oben zeigte.

Es war wie in einem Albtraum und Tina starrte stumm auf die offensichtlich frischen Brustpiecings, an denen jetzt kleine, aber an den schmerzhaft langgezogenen Nippeln, deutlich als schwer erkennbare Gewichte hingen.

Tina war wie gelähmt. Die vielen Drinks nahmen ihr jede Energie, aber in ihrem Inneren wusste sie, dass Leah nicht freiwillig dort war. Man sah dicke Tränenspuren unter der schmalen Maske hervorkommen und die junge Frau zitterte unkontrolliert.

Schluchzer drangen herüber, doch durch den Ring, eine Art Knebel, kamen keine Worte, aber das es jetzt etwas leiser in der Bar wurde, hörte Tina jetzt herzzerreißendes Wimmern. Sie schaute zu Bianke, doch diese ließ sich wieder von der stumm vor sich hinblickenden Lena masturbieren.

"Was ist?", sagte Bianka dann jedoch scheinbar besorgt und griff dann lachend nach Tinas Hand, "Das ist alles nur Spiel."

Tina war sich über gar nichts mehr sicher, aber sie war auch nicht mehr fähig, irgendetwas zu tun und sank resigniert einfach nur noch ein Stück mehr zusammen.

Unfähig zu gehen, unfähig Widerstand zu leisten.

Sie konnte einfach nur noch zusehen.

Fiona nahm jetzt ein kleines Gerät aus ihrer Tasche und drückte es und eine Sekunde später entstand riesige Videobild an der Wand hinter ihr, auf dem man zwei Livebilder sah. Einmal eine Nahaufnahme von Leahs ängstlichem verweinten Gesicht und dann ein, dass das die etwas zwanzig Leute im Publikum zeigte.

Wieder erkannte Tina in stummem Entsetzen wie viele ältere Frauen dort mit jugendlichen Mädchen und jungen Frauen waren und dass es offenbar zu vielerlei sexuellen Aktivitäten kam. Das meiste war Fummeln und Küssen, aber eine etwa 60jährige ziemlich unansehliche Frau mit deutlichem Übergewicht hatte sich den Kopf eines schmalen Mädchens von etwa 14 zwischen die Beine geklemmt und es war deutlich zu sehen, was dort passierte.

Das Bild bewegte sich dabei ständig und Tina brauchte einen Moment, um zu erkennen, dass es von einer Kamera kam, die Bluegirl auf ihrem Kopf, vermutlich in ihrem zu Dreadlocks frisiertem Haar, zu tragen schien. Fiona nahm jetzt jedoch einen kleinen Stift und zeigte auf den schönen Po der gefesselten Leah, die das ganze auf der Leinwand sah und sofort vergeblich zu Zappeln begann.

Wimmernde Laute drangen jetzt lauter herüber, aber niemand half der jungen Frau, als Bluegirl plötzlich unter das Gestell griff und dort eine große Büchse hervorholte. Sie schien Fett zu enthalten und Tina musste mitansehen, wie plötzlich das Poloch von dem bedauernswerten Mädchen ins Bild kam.

Tina wurde übel, als sie das gute dutzend Piercingringe sah, welche in einer Kreisformation durch den spasmisch kontrahierenden Analmuskel gestochen worden waren und von einem durch die einzelnden Ringe hindurchführenden etwa 5 Zentimeter großen Ring brutal nach außen gespreizt wurden, so dass das Rektum fingerdick offen stand. Es war einfach nur sadistisch und doch Bluegirl begann jetzt ungerührt, den Anus der gefesselten jungen Frau einzuschmieren. Die in blaues Latex eingeschlossenen Finger glitten dabei immer tiefer in das jetzt in Großaufnahme auf und zu pulsierende Poloch und Leah begann immer lauter zu wimmern.

Tina konnte sich regelrecht vorstellen, wie es brannte.

Aber je mehr Leah wimmerte und Tränen jetzt in Großformat über ihre Wangen liefen, um so mehr schien ihre Qual die Leute im Saal zu erregen. Stöhnen und Ächzen hörte man und auch gelegentliches Klatschen von nackter Haut.

Schließlich schien Fiona die Menge des Fetts für ausreichend zu halten, denn sie nickt kurz und trat dann Bluegirl. Sie bedeutete ihr, stillzustehen und griff dann nach einer der künstlichen Hoden. Sie kniff mehrfach hinein, doch Bluegirl stand nur da und statt zu schreien, begann sich jetzt der Kunstpenis aufzurichten.

Zu Schreien begann jetzt allerdings voller Verzweiflung Leah, die das ganze in Großaufnahme sah, wie der Penis sich fast um ein Drittel seiner Dicke und Länge vergrößerte, wie auch buchstäblich steif wurde. Er sah aus wie ein echter Penis unter all der blauen Latexschicht und Tina schüttelte erneut unwillkürlich den Kopf. Sie merkte, dass Bianka ihre Hand jetzt fester hielt und wollte wegziehen, doch irgendwie traute sie sich einfach nicht mehr.

Sie traute sich nicht mal mehr, die Augen zu schließen und hoffte nur, dass es bald vorüber sein würde. Doch irgendwie bezweifelte sie es, als Bluegirl hinter die heulende und sich mit letzter Kraft in ihren Fesseln windende Leah stellte. Bluegirl führte die Penisspitze mit dem Piercing und der Kette durch den großen Metallring und setzte die Spitze ihres jetzt brutal und angsteinflössenden Riesengliedes an Leahs dagegen immer noch schmal erscheinenden Anus.

Bluegirl ließ die etwas unnatürliche Kuppe einige Male über den Leahs Analöffnung gleiten und begann dann zu schieben. Ihre schönen Pobacken begannen zu glühen und zu zittern und Tränen des Schmerzes begannen noch heftiger über Leahs schönes Gesicht zu fließen, während sich ihrer Kehle dumpfe gequälte Laute entrangen.

Aber Bluegirl kannte kein Erbarmen und begann sich jetzt immer tiefer, Zentimeter für Zentimeter in den Enddarm der jungen Frau vorzuarbeiten. Immer ein Stück vor, ein halbes Stück zurück, dann wieder eines vor.

"Ich versteh gar nicht, warum Margo gegangen ist.", sagte Bianka genüsslich grinsend, "Wenn jemand auf Analfisting und rektale Penetration steht, ist sie es."

Tina war nur froh, dass Margo fort war und musste schlucken bei dem Gedanken, den beiden Bodybuilderinnen ausgeliefert zu sein. Alleine sich Margos große, grobe brutale Hände in ihrer Analpassage vorzustellen, war die Hölle und sie dachte mit einem furchtbaren Gefühl an das junge Mädchen, dass bei ihnen gewesen war.

"Das ist doch krank.", sagte Tina leise und sie musste, trotz ihrer betäubenden Trunkenheit, mit den Tränen kämpfen, als sie das schmerzverzerrte Gesicht der jetzt wild schluchzenden jungen Arzthelferin sah, "Sie sollen aufhören. Es tut ihr doch weh."

Bianka nickte schwach.

"Nur die ersten sechs, sieben Male.", stöhnte sie leise, "Danach wird es einigermaßen erträglich."

Es war Tina egal.

"Ich will gehen ...", entrang es sich ihrer Kehle dumpf und sie versuchte aufzustehen, doch Bianka hielt ihre Hand jetzt eisern fest.

"Nichhh ...warttte!", zischte sie leise und kurz vor einem Höhepunkt stehend und drehte sich frustriert zu Lena, "Los Bitch, härter. Ich will kommen, wenn sie voll in ihr drin ist."

Lena nickte nur stumm, begann Bianka jetzt aber heftiger und offenkundig auch im Takt von Bluegirls Rammstößen in Leahs Anus zu masturbieren. Dieser war jetzt knallrot und angespannt und Bluegirl stieß heftig und bis zum Anschlag in Leahs eingefettes Poloch.

Immer tiefer, bis Bluegirls Hüften hart und laut gegen Leahs Po klatschten, dass das Rollgestell auf dem die hilflos jammernde junge Arzthelferin festgeschnallt war, erzitterte. Minutenlang ging das so, ohne das Bluegirl eine Regung zeigte, als Bianka plötzlich laut kam und noch lauter durch den Raum stöhnte. Es war Tina unfassbar peinlich und für eine Sekunde vergass, sie die kranke Szenerie vor ihren Augen, aber Bianka schien es nicht zu stören und sie winkte grinsend zu Cat herüber, die kurz darauf mit tadelndem Gesichtsausdruck herüberkam.

"Mach nicht so laut, während der Vorstellung.", sagte sie unwirsch und stellte Tina ein kleines Glas hin, "Als Absacker. Ohne Alkohol, nur zum Fitwerden"

Tina wollte erst nicht, aber Bianka überredete sie, so dass sie erst einen Probeschluck nahm und dann das Glas austrank. Sie schien sich auch schlagartig besser zu fühlen. Ihre Gedanken begannen sich zu ordnen und sie starrte zwischen Cat und der immer noch ekelhaften Szenerie auf der Bühne hin und her.

Tina begann nach ihrem Handy zu kramen. Sie begriff überhaupt nicht, wie sie das brutale Geschehen dort zulassen konnte, als sie auf einmal Sterne sah. Alles drehte sich und das nächste mal, als sie zu sich kam, war sie auf der Straße vor der Bar.

Sie hockte auf der Schwelle der Tür und Bianka saß neben ihr.

"Na gehts wieder?", sagte sie und winkte zu Lena, die stumm neben ihr stand, "Sie ist aufgewacht. War wohl etwas zuviel für sie."

Tina schüttelte den Kopf. Ihr Gehirn war wie ein Sieb und tausende merkwürdiger Gedanken sprudelten hindurch. Alles unzusammenhängend.

"Was ist passiert?", sagte sie schwach und Bianka grinste.

"Du hast dich ganz schön abgeschossen.", sagte sie, "Es ist schon vier Uhr."

Tina wollte es ernst nicht glauben, aber ein Blick auf ihre Uhr zeigte ihr, dass es stimmte.

"Unglaublich.", stammelte sie, als sie plötzlich das erste Mal Lenas Stimme hörte.

Sie klang ängstlich und ihr Problem war offensichtlich, dass kein Nachtbus mehr fuhr und sie wegen irgendwelcher Medikamente für ihre kranke Katze dringend nach Hause musste. Tina war noch zu durcheinander, um zu verstehen, worum genau es ging, aber dann zeigte sie zu ihrem Fahrrad.

"Du kannst meins nehmen.", sagte sie leise und zeigte zu der dicken Kastanie, wo sie es abgestellt hatte und kramte ihre Schlüssel hervor.

Sie wollte aufstehen, doch sie schwankte und Bianka musste ihr helfen.

"Doch noch nicht so fit.", sagte sie spöttisch und griff Tina unter die Arme, "Komm, ich glaube, ich bring dich nach Hause."



4. Komplikationen

Tina wusste nicht, wie lange es her war und wie sie in ihr Bett gekommen war, aber es konnte nicht lange gewesen sein, denn es wurde gerade erst hell, als jemand an ihrer Wohnungstür Sturm klingelte. Immer noch verkatert und ohne wirkliche Erinnerung, an das was passiert war, schlurfte sie im Pyjama zur Tür ihrer WG und war nur froh, dass sonst niemand daheim war.

Sie blickte durch den Spion und zu ihrer Überraschung sah sie eine merkwürdig blickende Bianka vor ihrer Tür.

"Was ist ... ?", fragte sie, doch Bianka, die ein Handy in der Hand hielt, unterbrach sie bereits.

"Lena ist gestürzt. Sie hatte einen Unfall, irgendwas am Rad war nicht in Ordnung. Wahrscheinlich ist das Bein gebrochen und jetzt steh' ich total auf'm Schlauch.", sagte die ältere tonlos und starrte einen Moment einfach nur vor sich hin, "Verdammter Mist!"

"Au, Scheiße.", sagte Tina hilflos und bestürzt, "Mit meinem Rad?"

"Ja.", sagte Bianka nur offensichtlich ärgerlich und fuhr sich nervös mit den Händen durch das Haar, "Du weißt gar nicht, dass Leah mein Model war. Was soll ich jetzt machen? Ich muss in zwei Wochen abgeben und ich brauch' doch die Bilder für meine Mappe für die Kunsthochschule."

"Oh.", sagte Tina nur, "kannst du's nicht so weitermalen?"

"Völlig unmöglich.", entfuhr es Bianka frustriert, "Es ist ja auch 'ne ganze Serie. Die ersten beiden sind schon fast fertig, aber ich kann sie nicht komplettieren ohne eine angemessene Vorlage und dann sind ja auch die beiden anderen Bilder meines Zyklus."

"Vielleicht 'ne blöde Idee, aber kannst du nicht jemand anders nehmen?", versuchte es Tina erneut, "Komm doch rein."

Sie fand Biankas Reaktion etwas unterkühlt. Zudem war es früher Morgen, aber angesichts ihrer gefährdeten Abschlussarbeit war es irgendwo auch verständlich.

"Nee, das geht nicht!", sagte Bianka und trat ein, "Ich hab' ewig gesucht nach einer Frau mit der richtigen Figur und Ausstrahlung, die zu meinem Thema passt. Ich hab' das alles ein Jahr lang durchkonzipiert und jetzt das. Es ist zu spät, um noch mal neu anzufangen."

Tina fühlte mit ihrer Bekannten, die am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen schien.

"Was hast du denn schon fertig?", fragte sie und schaute betroffen zu Bianka herüber, "Vielleicht findest du ja doch noch jemanden, der ihr ähnelt."

"Aber keine, die bereit ist, für nur 1500 Euro Honorar zu arbeiten.", kam die resignierte Antwort.

Tina war für einen Moment sprachlos. Sie konnte sich gerade noch beherrschen loszulachen, so absurd hoch schien ihr der Betrag.

"Da findest du doch sicher jemand.", sagte sie daher nur und schüttelte leicht ungläubig den Kopf, "also für 1500 Euro. Würde doch jeder machen ..."

Es entstand ein Moment peinlicher Stille, als Tina zu ihrem Unbehagen merkte, dass ihr als Witz gedachter Rat, theoretisch auch sie einschloss. Sie wurde schlagartig rot und versuchte schnell eine Formulierung zu finden, um dies auszuschließen, doch wie immer in solchen Situationen war sie wie gelähmt und Bianka war schneller.

"Das könnte klappen.", sagte sie nachdenklich und griff zu ihrem Telefon, wo sie schnell einige Tasten drückte.

"Also ich meinte nicht ...", fing Tina nach einem Schreckensmoment zu sprechen an, doch Bianka drehte sich weg und schien sie zu ignorieren.

Sie ging einen Meter weg und begann mit jemandem zu sprechen. Erst hektisch, dann etwas entspannter.

"... ja, Rafi … ich habs auch eben erst gehört … hab schon jemand anders ...eben Glück, sie hat sich angeboten."

Tina verstand nur Wortfetzen, aber sie hatte das unangenehme Gefühl, dass es um sie ging. Sie stand mit angespannten Gesichtsausdruck neben Bianka und versuchte krampfhaft, einen eleganten, nichtbeleidigenden Weg da raus zu finden. Doch ihr fiel nichts ein.

"Bianka.", sagte sie leise, "ich weiß nicht, ob ich die richtige ..."

Die ältere ließ sie nicht ausreden.

"Aber du hast doch eben noch gesagt, dass du es machen würdest!"

"Das stimmt doch so gar nicht.", entfuhr es Tina kläglich.

"Du hast gesagt, jeder würde es tun für das Geld."

"Ja, aber so meinte ich das nicht."

"Wie dann?!"

"Na so allgemein eben.", sagte Tina unglücklich und schaute Bianka hilflos in die Augen.

"Tina, ich brauch' jemand, der in mein Konzept passt, den gleichen Körperbau wie Lena hat und ihre Ausstrahlung.", sagte Bianka energisch, "Und sie darf mich dann nicht im Stich lassen. Dass heißt, ich brauch' auch jemanden, dem ich voll vertrauen kann und der ernsthaft genug dabei ist."

"Aber doch nicht mich. Bitte Bianka, das geht nicht."

"Ich hab jetzt schon meiner Professorin Bescheid gesagt.", fuhr Bianka jedoch bittend fort, "wie steh ich den jetzt da? Und immerhin war's ja auch dein Fahrrad was kaputt war."

Tina schaute unglücklich umher und schüttelte den Kopf.

"Was muss man denn da machen?"

"Du stehst oder sitzt da."

"Aber nicht nackt! Oder?"

"Doch. Auch."

Tina stöhnte verlegen.

"Ich kann das echt nicht."

Sie wurde rot und Bianka schaute sie an.

"Man gewöhnt sich daran.", sagte sie, "Ich mein', es ist doch eigentlich das normale, Nackt zu sein und wenn man so einen schönen Körper hat wie du, ist es doch eh kein Problem. Und am Strand ist es doch auch nicht schlimm."

"Na ja.", sagte Tina nur mit einem verlegenen Blick und schaute zur Wand.

Sie wäre nie an einen FKK-Strand gegangen oder auch nur freizügig in ihrer WG herum gerannt und alleine der Gedanke ließ sie noch weiter erröten.

"Es wär doch nur unter uns Mädels.", sagte Bianka jetzt und es klang so verloren, dass Tina nicht anders konnte und resigniert nickte.

"Na gut.", sagte sie und wurde knallrot, "Aber bitte nichts peinliches. Und nur wir zwei. Ja?"

Bianka nickte nur gedankenverloren.

"Nur wir zwei.", sagte sie.



5. neu

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Fortsetzung erwünscht?
Was soll passieren?
Schreibt mir.


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November 2015 von alphatier Das Ende von Kapitel 3 "Ladies night" ist neu und somit fertig. :)

alphatier

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